21.12.2012
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Quartalsbericht
Gutes Nike-Ergebnis trotz Problemen

Nike-Logo in Portland, USA: Der Sportartikelhersteller macht gute Geschäfte
AP

Nike-Logo in Portland, USA: Der Sportartikelhersteller macht gute Geschäfte

Der boomende Heimatmarkt in den USA hat Nike im Herbst glänzende Geschäfte beschert. Schwächen des weltgrößten Sportartikelherstellers in China sowie bei der Fußball-Marke Umbro wurden dadurch aber lediglich kaschiert.

Chicago - Der Umsatz von Nike Chart zeigen stieg von Anfang September bis Ende November 2012 um 7 Prozent auf sechs Milliarden Dollar, wie der weltgrößte Sportartikelhersteller am Donnerstagabend mitteilte. Der Überschuss in den Kernbereichen legte um 9 Prozent auf 521 Millionen Dollar zu.

Damit konnte der Adidas-Erzrivale die Markterwartungen deutlich übertreffen. Im nachbörslichen Handel in den USA verteuerten sich Nike-Aktien daraufhin um 6 Prozent und zogen auch Adidas mit nach oben.

Besonders gut kamen die Orders aus dem Großhandel an. Die Bestellungen zur Auslieferung bis April 2013 erhöhten sich in Nordamerika um 14 Prozent - sehr viel für einen etablierten Markt. "Der größte Treiber für die Aktie sind in der Regel die Aufträge", sagte der Konsum-Experte Brian Yarbrough von der Analyse- und Beratungsfirma Edward Jones.

Weltweit lagen die Orders des Konzerns aus dem US-Bundesstaat Oregon 6 Prozent im Plus - die selbe Rate wie im Vorquartal. Adidas Chart zeigen hatte sich zuletzt vor allem dank des starken Fußballgeschäfts rund um die Europameisterschaft sowie als alleiniger Sportswear-Partner der Olympischen Spiele besser als die Konkurrenz geschlagen. Anders als Nike und Puma Chart zeigen mussten auch weniger Rabatte gewährt werden. Adidas konnte die Marge zudem besser verteidigen als die Konkurrenz.

Bei Nike sank die Profitabilität im abgelaufenen Quartal erneut, aber nicht mehr so stark wie zuvor. Auch in China läuft es für den Branchenprimus nicht rund. Dort wirken sich vor allem der harte Wettbewerb und die hohen Rabatte vieler lokaler Anbieter negativ aus. "Das China-Problem wird die nächsten zwölf bis 18 Monate nicht weggehen", sagte Rahul Sharma, Gründer der Londoner Beratungsfirma Neev Capital.

Die USA - der weltgrößte Einzelmarkt für Sportartikel - könne dies aber ausgleichen. Inklusive aller Sonderfaktoren fiel der Nike-Quartalsgewinn um 18 Prozent auf 384 Millionen Dollar. Denn in Randbereichen entstand ein Verlust von 137 Millionen Dollar. Dieser geht primär auf den wenig lukrativen Verkauf von Umbro - Ausrüster der englischen Nationalmannschaft - zurück.

Aber auch Kosten für die Veräußerung der Marke Cole Haan drückten das Ergebnis. Die Lederschuh- und Handtaschen-Tochter geht an den Finanzinvestor Apax. Umbro gehört künftig dem US-Mischkonzern Iconix Brand Group

cr/rtr

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