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20.12.2012
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Schienenkartell
Bahn reicht Klage gegen ThyssenKrupp ein

Eine Bahn der Bahn: Der Konzern fordert von seinen Schienenlieferanten Schadenerstz
DPA

Eine Bahn der Bahn: Der Konzern fordert von seinen Schienenlieferanten Schadenerstz

Nun ist es offiziell: Die Deutsche Bahn verklagt ThyssenKrupp und andere Firmen des sogenannten Schienenkartells auf Schadenersatz. In der Klage, über die das manager magazin bereits vorab exklusiv berichtet hatte, wirft die Bahn den Unternehmen Preisabsprachen vor.

Hamburg - Die Deutsche Bahn hat beim Landgericht Frankfurt Klage gegen die Mitgliedsfirmen des Schienenkartells eingereicht. In der Klageschrift würden Schadenersatzansprüche gegen die Unternehmen wegen der illegalen Preisabsprachen beim Verkauf von Schienen an die Deutsche Bahn geltend gemacht, teilte die Bahn am Donnerstag mit.Die Bahn bestätigte damit einen Bericht des manager magazins.

Den Streitwert hat die Bahn dem Landgericht zufolge auf 550 Millionen Euro festgelegt. Die Klageschrift der Bahn sei beim Gericht eingegangen, sagte ein Sprecher.

Der Konzern sehe sehr gute Erfolgschancen, heißt es in der Bahn-Mitteilung weiter. Das Landgericht Frankfurt sei nämlich an die Feststellungen des Bundeskartellamtes gebunden. Die gerichtliche Auseinandersetzung könne sich deshalb auf die Höhe des Schadensersatzes beschränken.

Bei den Beklagten handelt es sich nach Angaben der Bahn um Gesellschaften der Unternehmensgruppen ThyssenKrupp, die tschechische Moravia Steel und Vossloh sowie um den ehemaligen Eigentümer der Vossloh-Tochtergesellschaft Stahlberg Roensch GmbH. ThyssenKrupp Chart zeigen erklärte, dass die Bahn bislang keine Forderungssumme genannt habe und dass die Konzerne ihre Gespräche über einen Schadenausgleich im Januar fortsetzen wollten. Das Kartell soll von 2001 bis 2008 und teilweise bis 2011 Preise abgesprochen haben.

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine dagegen ist nicht von der Schadenersatzklage der Deutschen Bahn betroffen. "Wir stehen in laufenden Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über einen Schadensausgleich", sagte ein Sprecher. Über den Inhalt der Gespräche sei Stillschweigen vereinbart worden. Der österreichische Konzern hatte das Kartell an die Wettbewerbshüter gemeldet.

Das Bundeskartellamt hatte für den Teil, der Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn betrifft, ein Bußgeld von insgesamt 124,5 Millionen Euro verhängt. Den Löwenanteil von 103 Millionen Euro musste ThyssenKrupp zahlen. Weitere Strafzahlungen könnten folgen. Zudem drohen ThyssenKrupp auch Schadenersatzforderungen von Bundesländern und Kommunen.

cr/rtr

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