Sonntag, 24. Mai 2015

Korruption in Indonesien Allianz zahlt Millionenstrafe an die SEC

Firmensitz der Allianz Deutschland AG in Unterföhring: Gesamtkonzern muss Strafe wegen Korruption zahlen

Bestechung in Indonesien kommt den deutschen Versicherungskonzern Allianz teuer zu stehen. Das Unternehmen muss 12,3 Millionen US-Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC zahlen. Dafür verzichtet die SEC auf die weitere Verfolgung der Korruptionsvorwürfe.

München/New York - Die Allianz muss 12,3 Millionen US-Dollar (9,4 Millionen Euro) Strafe an die US-Börsenaufsicht SEC zahlen, weil sie in Indonesien unsaubere Geschäfte gemacht habe. Im Gegenzug verzichtet die SEC auf eine weitere Verfolgung der Korruptionsvorwürfe, wie sie auf ihrer Webseite mitteilte. Die amerikanische Börsenaufsicht ist für den Fall zuständig, weil die Allianz zeitweise in den USA börsennotiert war. Die Fälle, über die die SEC nun berichtet, betreffen die Jahre 2001 bis 2008.

Laut SEC hat die Allianz Börsen-Chart zeigen einen Gewinn von über 5,3 Millionen Dollar durch unsaubere Geschäfte gemacht. Bei Regierungsprojekten in Indonesien habe es insgesamt 295 aufgedeckte Fälle gegeben, wo Aufträge wohl nur durch ungerechtfertigte Zahlungen an Angestellte staatlicher Stellen zustande gekommen seien. Eine Tochter der Allianz habe im Zusammenhang mit den Projekten über 650.000 Dollar an Staatsdiener gezahlt.

Ein Sprecher des Versicherungskonzerns betonte am Montag, die Allianz habe die Vorkommnisse bereits 2009 festgestellt. Es seien daraufhin - auch mithilfe von externen Beratern - Schritte eingeleitet worden, um solche Vorfälle zu verhindern.

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