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16.12.2012
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Streit um Elbphilharmonie
Hamburg will mit Hochtief weiterbauen

Melodien für Millionen: Die im Bau befindliche Elbphilharmonie in Hamburg
dapd

Melodien für Millionen: Die im Bau befindliche Elbphilharmonie in Hamburg

Die Stadt Hamburg plant, zusätzliche 198 Millionen Euro in den Bau der Elbphilharmonie zu stecken. Das Konzerthaus soll trotz Kritik bis 2016 von Hochtief zuende gebaut werden. Der Konzern hat dafür einen Preis von 575 Millionen Euro festgesetzt - und alle Risiken übernommen.

Hamburg - Hamburg hat eine Entscheidung zum Weiterbau der so umstrittenen wie kostspieligen Elbphilharmonie getroffen: Die Stadt will das prestigeträchtige Konzerthaus in der HafenCity mit Hochtief zu Ende bauen. Dabei würde der Essener Baukonzern künftig alle Risiken übernehmen, wie Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) am Wochenende in der Hansestadt mitteilten.

Das bedeutet für die Stadt Mehrkosten in Höhe von 198 Millionen Euro. Und es schraubt den Gesamtpreis auf mehr als eine halbe Milliarde Euro. Die Übergabe verzögert sich auf Mitte 2016, die Eröffnung auf das Frühjahr 2017. Eine endgültige Entscheidung trifft der Senat allerdings erst bis Ende Februar.

Das Konzerthaus ist seit Jahren Streitobjekt zwischen der Stadt Hamburg und Hochtief. Ursprünglich sollte die Elbphilharmonie 2010 fertiggestellt werden - mit einem veranschlagten Kostenanteil von 77 Millionen Euro für die Stadt. Auch der Eröffnungstermin wurde seit der Grundsteinlegung im April 2007 stets verschoben. Die Kosten für den Bau betragen mittlerweile 377 Millionen Euro. Insgesamt geht die Stadt nun - nach dem jüngsten Angebot von Hochtief - von einem Preis in Höhe von 575 Millionen Euro aus.

"Dieser endgültige Pauschalfestpreis wird die vollständige bauliche Fertigstellung der Elbphilharmonie beinhalten", sagte Hochtief-Sprecher Bernd Pütter. Hamburg werde volle Planungstransparenz erhalten, die Mitwirkung der Stadt an der Planung sei aber nicht mehr vorgesehen.

Hochtief übernimmt alle Risiken

Mit dem Wunsch, an Hochtief festhalten zu wollen, trifft Scholz knapp zwei Jahre nach seinem Amtsantritt eine richtungsweisende Entscheidung: Gemeinsam mit seinen Senatoren sprach sich der Regierungschef in einer Sondersitzung für Hochtief aus. Hätte der Baukonzern in dieser Woche bei seinem Angebot nicht nachgelegt, hätte die Stadt den Vertrag laut Scholz gekündigt. Am Samstag jedoch lenkte das Essener Unternehmen ein und sicherte das weitreichende und überarbeitete Angebot schriftlich zu.

Demnach würde das Unternehmen alle Risiken bei dem Bau übernehmen und zugleich alle Rechtsstreitigkeiten mit der Stadt beenden. Im Gegenzug muss Hamburg 198 Millionen Euro zusätzlich für den Bau zahlen. Damit wären alle Ansprüche, inklusive die der Architekten Herzog & de Meuron, abgedeckt.

"Die Neuordnung des Projekts wird möglich, weil alle Parteien zu weitgehenden finanziellen Zugeständnissen bereit sind", sagte der Vorstandsvorsitzende von Hochtief, Marcelino Fernández Verdes. Sein Unternehmen werde viele Millionen Euro aufwenden, umfassende Garantien abgeben und viel mehr Verantwortung übernehmen, "um die Elbphilharmonie so schnell und so gut wie möglich zu realisieren".

"Das ist ein Vorschlag, der wirtschaftlich vernünftig ist", sagte Scholz. Sollte es teurer werden, seien es nicht die Risiken der Stadt, sondern die von Hochtief.

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