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14.12.2012
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Verkaufspläne
Fresenius trennt sich von Biotech-Tochter

Qualitätskontrolle von gentechnisch veränderten Zellen bei Fresenius Biotech
Fresenius

Qualitätskontrolle von gentechnisch veränderten Zellen bei Fresenius Biotech

Der Gesundheitskonzern Fresenius will sich von seiner verlustreichen Biotech-Tochter trennen. An der Börse kommt diese Entscheidung gut an. Zumal der Konzern auch die Übernahme des US-amerikanischen Transfusionstechnikunternehmens Fenwal für abgeschlossen erklärt hat.

Bad Homburg - Der Gesundheitskonzern Fresenius verabschiedet sich von seiner verlustbringenden Biotechnologie-Tochter. Fresenius führe derzeit Gespräche mit mehreren Interessenten über einen Verkauf von Fresenius Biotech, teilte der Konzern mit. Konkreter wollte ein Sprecher auf Anfrage nicht werden.

Als "gleichwertige Alternative" prüfe Fresenius, ob das Geschäft mit dem Immunsuppressivum ATG-Fresenius S im Konzern verbleibt. Das Geschäft sei schon lange profitabel, mit einer zweistelligen Ebit-Marge, so der Sprecher. Aufgeben werde das Unternehmen aber auf jeden Fall das defizitäre Geschäft mit dem Antikörper Removab, was sich ab 2013 positiv auf das Konzernergebnis auswirken werde. Fresenius Chart zeigen wolle im ersten Quartal eine endgültige Entscheidung für die Biotechnologie-Sparte treffen.

Dort sind derzeit rund 160 Mitarbeiter beschäftigt. Die geplante Trennung von dem im Vergleich zu anderen Konzernsparten kleinen Biotechnologiegeschäft kommt nicht unerwartet. Fresenius-Chef Ulf Schneider hatte mehrfach betont, dass sich der Konzern auf die vier Kerngeschäftsfelder - Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi, Fresenius Helios und Fresenius Vamed - konzentrieren will, weil er hier weltweit die größten Wachstumschancen sieht.

Fresenius Biotech erzielte in den ersten neun Monaten 2012 einen Umsatz von insgesamt 26 Millionen Euro, davon entfielen 22,5 Millionen Euro auf ATG-Fresenius S. Mit Removab erlöste der Konzern lediglich 3,3 Millionen Euro. Für 2012 erwartet Fresenius Biotech einen operativen Verlust (Ebit) von rund 25 Millionen Euro.

Der Mutterkonzern Fresenius, weltweit rund 164.000 Mitarbeiter beschäftigt, erwartet 2012 einen Umsatzanstieg zwischen 12 und 14 Prozent auf mehr als 19 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis soll 14 bis 16 Prozent auf mehr als 900 Millionen Euro steigen. Die Anleger zeigten sich erfreut von den Plänen. Die Fresenius-Aktie stieg im frühen Handel 1,7 Prozent auf 89,43 Euro.

Fenwal soll Synergien von jährlich 60 Millionen Euro bringen

In trockenen Tüchern ist derweil die milliardenschwere Übernahme der auf Transfusionstechnik ausgerichteten US-Firma Fenwal, mit der die wichtigste Konzerntochter Kabi in dem Geschäft zum Branchenführer aufsteigen will. Fenwal werde ab dem 1. Dezember in die Bilanz von Kabi genommen. "Die gemeinsame Produktpalette deckt künftig alle Bereiche der Transfusionsmedizin sowie die wichtigsten Märkte weltweit ab", sagte Schneider.

Fenwal erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 614 Millionen US-Dollar (470 Millionen Euro) und einen bereinigten Ebitda von 90 Millionen US-Dollar (69 Millionen Euro).

Das Bundeskartellamt hatte die Übernahme Mitte der Woche freigegeben. Fresenius rechnet mit Integrationskosten von 100 Millionen Euro und erwartet mittelfristig Kostenersparnisse von 60 Millionen Euro jährlich.

krk/rtr/dapd

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