Donnerstag, 3. September 2015

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Kartellamt Asklepios darf bei Rhön-Klinikum nicht aufstocken

Rhön-Klinikum AG in Bad Neustadt an der Saale: Angst vor Wettbewerbsbeschränkungen

Der Kampf um die Rhön-Klinikum AG ist um eine Facette reicher. Das Kartellamt hat dem Konkurrenten Asklepios untersagt, sich am Krankenhauskonzern mit mehr als 10 Prozent zu beteiligen. Dem Aktienkurs der Rhön-Kliniken AG tut dies ausgesprochen gut.

Frankfurt - Der Krankenhauskonzern Asklepios kann seinen Anteil am Konkurrenten Rhön-Klinikum vorerst nicht auf über 10 Prozent aufstocken. Das Bundeskartellamt habe Vorbehalte gegen das Vorhaben von Asklepios, teilte die Bonner Behörde mit.

Da bei Rhön-Klinkum Börsen-Chart zeigen laut Satzung mehr als 90 Prozent Zustimmung bei wichtigen Entscheidungen nötig sind, hätte Asklepios mit 10 Prozent der Rhön-Anteile eine Sperrminorität. "Mit der Beteiligung erhielte Asklepios faktisch die Möglichkeit, Vorstöße ihres Wettbewerbers Rhön zu unterbinden", sagte Kartellamt-Präsident Andreas Mundt.

Investoren hegen wieder Hoffnung

Asklepios war im Frühjahr mit mehr als 5 Prozent bei Rhön eingestiegen und hatte damit eine Übernahme der fränkischen Klinikkette durch den Gesundheitskonzern Fresenius Börsen-Chart zeigen verhindert. Seitdem sieht alles nach einer Blockade bei Rhön-Klinikum aus, da auch Fresenius, der Medizintechnikkonzern B. Braun und Kreisen zufolge die Eigner des Krankenhauskonzerns Sana an Rhön beteiligt sind.

Nach der Ankündigung des Kartellamts machen sich Investoren nun jedoch wieder Hoffnung, dass sich die Blockade bei Rhön auflöst und der Konzern doch noch verkauft werden kann. Rhön-Aktien legten knapp 4 Prozent zu.

krk/rtr

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