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11.12.2012
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Springer bittet "Welt.de"-Leser zur Kasse

Die Welt als App: Der digitale Wandel erfordert neue Geschäftsmodelle
DPA

Die Welt als App: Der digitale Wandel erfordert neue Geschäftsmodelle

Künftig gibt es die Online-Ausgabe der Tageszeitung "Die Welt" nicht mehr komplett kostenlos. Der Axel-Springer-Verlag geht damit ein Wagnis ein. Zumal offen bleibt, wie andere Verlage reagieren.

Berlin - Die Tageszeitung "Die Welt" startet am Mittwoch ihr angekündigtes Bezahlmodell für das Internet. Dann werden auf der Seite Welt.de für einen Nutzer 20 Artikel kostenlos pro Monat sein, ab dem 21. angeklickten Beitrag greift ein Bezahlsystem ähnlich einem Abonnement. "Wir suchen nach einem Geschäftsmodell für die digitale Welt", sagte Axel-Springer-Vorstandschef Matthias Döpfner bei der Vorstellung des Projekts in Berlin und fügte hinzu: "Wir wollen, dass Qualitätsjournalismus ein Geschäftsmodell bleibt."

Der bei Springer für die "Welt"-Gruppe und Technik verantwortliche Vorstand Jan Bayer betonte, bei den Werbeerlösen sei Welt.de bereits erfolgreich, "nun wollen wir die Vertriebserlöse als zweite Säule ausbauen". Die "Welt" ist die erste überregionale Tageszeitung in Deutschland, die für ihren Internet-Auftritt ein Bezahlsystem einführt.

"Wir werden an Reichweite verlieren", räumte Romanus Otte, der bei der "Welt"-Gruppe für den digitalen Auftritt verantwortlich ist, ein. "Nervös machen wird uns das aber nicht." Auch Bayer betonte, das Bezahlsystem bei Welt.de sei ein langfristiges Projekt: "Es geht uns nicht um schnelle Erfolge." Die Startseite bei Welt.de bleibt den Angaben zufolge kostenfrei. Artikel, auf die von Suchmaschinen, sozialen Netzwerken oder anderen Seiten verlinkt werden, können demnach ebenfalls weiter kostenlos gelesen werden.

Abonnenten erhalten freien Zugang

Und Abonnenten einer Zeitung der "Welt"-Gruppe erhalten unbegrenzt freien Zugang. Zahlen zu den Erwartungen an das Bezahlsystem wollte Springer nicht nennen. Döpfner räumte ein, dass die Skepsis darüber, ob das Projekt ein Erfolg werde, durchaus groß sei. "Was ist, wenn die User diesen Weg verweigern?" fragte er. "Wir wissen es nicht, wir müssen jetzt einfach anfangen."

Offen ist vor allem auch, wie andere Nachrichten-Portale wie "Spiegel online" auf den Vorstoß reagieren. Bayer wollte sich zu den Erwartungen an die Konkurrenz nicht äußern. Bei Springer gibt es zudem bereits Pläne, auch bei "Bild.de" eine Art Bezahlschranke einzubauen. Der Start dazu ist im nächsten Jahr geplant. Erwartet wird, dass der Zeitpunkt der Einführung mit dem Erwerb der Internetrechte für die Fußball-Bundesliga ab der nächsten Saison in Zusammenhang steht.

krk/rtr

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