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11.12.2012
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Restaktienverkauf
US-Regierung steigt komplett aus AIG aus

Bald wieder ein komplett privates unternehmen: US-Regierung verkauft Restbestand an AIG-Aktien
AFP

Bald wieder ein komplett privates unternehmen: US-Regierung verkauft Restbestand an AIG-Aktien

Amerikas Regierung nutzt die Börsenlage: Der US-Staat zieht sich komplett aus dem Versicherer AIG zurück. Für 7,6 Milliarden Dollar verkauft die US-Regierung die letzten Aktien des Finanzriesen, den sie mitten in der Finanzkrise mit einer gigantischen Geldspritze rettete - und übernommen hatte.

Washington/New York - Die größte Rettungsaktion der Finanzkrise steht kurz vor ihrem Abschluss. Die US-Regierung will sich von den restlichen Aktien des Versicherungskonzerns AIG trennen. Das US-Finanzministerium kündigte am späten Montagabend in Washington an, sich von den restlichen AIG-Anteilen trennen zu wollen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg sollen die 234,2 Millionen Aktien für 32,50 Dollar das Stück platziert werden. Der Verkauf würde der US-Regierung damit rund 7,6 Milliarden Dollar bringen.

Die AIG-Rettung ist damit für den Staat unter dem Strich ein gutes Geschäft gewesen. Bisher hat die US-Regierung mit der Platzierung von AIG-Aktien Chart zeigen sowie Gebühren und Zinsen für die Hilfsmaßnahmen bereits rund 15 Milliarden Dollar verdient. Die Vereinigten Staaten hatten den Konzern in der Finanzkrise im Jahr 2008 mit Garantien und Kapitalhilfen in Höhe von 182 Milliarden Dollar vor dem Untergang bewahrt. Der einstige Vorzeigekonzern war nach den Maßnahmen praktisch komplett in Staatsbesitz. Die Regierung hatte in der Spitze 92 Prozent der Anteile gehalten - zuletzt waren es noch knapp 22 Prozent.

AIG war 2008 in den Strudel der Finanzkrise geraten, weil der Konzern die windigen Hypothekenwetten der Banken und Fonds abgesichert hatte. Das geschah durch Kreditausfallversicherungen oder Credit Default Swaps (CDS). Ein Zusammenbruch von AIG hätte weitreichende Folgen für die gesamte Finanzwelt gehabt. Um einen Dominoeffekt zu verhindern, legte die US-Regierung das Rettungspaket auf. Von diesem profitierten zahlreiche andere Finanzkonzerne wie auch die Deutsche Bank Chart zeigen, da die AIG mit dem Staatsgeld unter anderem Schulden bei diesen begleichen konnte.

Der Konzern hatte im Krisenjahr 2008 mit 99,3 Milliarden Dollar den höchsten Verlust der US-Wirtschaftsgeschichte eingefahren. Kaum ein Beobachter hatte damals damit gerechnet, dass sich das Unternehmen in absehbarer Zeit wieder berappeln würde und die Staatshilfen zurückzahlen könnte. AIG gelang das Kunststück jedoch durch den Verkauf von Tochterfirmen wie zuletzt des Flugzeug-Leasinggeschäfts. Dem Versicherer kam dabei auch die Erholung der Weltwirtschaft nach der Rezession zugute.

kst/dpa-afx/rtr

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