Dienstag, 28. Juli 2015

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Mediencoup Bloomberg erwägt Kauf der Financial Times

Appetit auf eine Übernahme: New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg (r.), hier mit dem britischen Premierminister David Cameron, hat ein Auge auf die Londonder Financial Times geworfen

Die Financial-Times-Gruppe könnte bald zum Imperium des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg gehören. Dieser plane für seine Nachrichten- und Finanzdatenagentur einen entsprechenden Zukauf, heißt es laut Medienberichten.

New York - Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg und Gründer der gleichnamigen Finanzagentur prüft einem Zeitungsbericht zufolge den Kauf der Financial Times Gruppe. Dies berichtete die "New York Times" ("NYT") unter Berufung auf drei Personen aus dem Umfeld des Bürgermeisters. Zu der Gruppe gehört neben der Finanzzeitung "Financial Times" ("FT") auch die Hälfte des Magazins "The Economist". Die "Financial Times" erscheint im britischen Verlag Pearson Börsen-Chart zeigen.

Die "NYT" berichtete, ein auf die Medienbranche spezialisierter Banker, der die Financial Times Gruppe gut kenne, rechne mit einem Verkauf der "FT" Anfang nächsten Jahres. Spekulationen über einen Verkauf der renommierten Finanzzeitung wurden zuletzt auch durch einen Führungswechsel bei Pearson genährt. Zwei der wichtigsten Verlagsmanager stehen vor dem Ausscheiden.

Wert der Gruppe rund 1,2 Milliarden Dollar

Analysten schätzten den Wert der Gruppe dem Bericht zufolge auf 1,2 Milliarden Dollar. Für den Nachrichten- und Finanzdatenanbieter Bloomberg wäre der Betrag nach Einschätzung der "NYT" zu stemmen. Die nicht börsennotierte Agentur Bloomberg erzielte der Zeitung zufolge im Jahr 2011 einen Umsatz von 7,6 Milliarden Dollar. Bei Bloomberg sei intern aber auch darüber diskutiert worden, lieber eine digitale Plattform wie LinkedIn Börsen-Chart zeigen zu kaufen. Der "NYT" zufolge betrachtet Bloomberg-Chef Daniel Doctoroff den Kauf einer Zeitung skeptisch.

Ein Sprecher des Bürgermeisters lehnte der Zeitung zufolge eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Beim Bürgermeister sowie bei Pearson war in der Nacht zum Montag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

krk/rtr

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