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10.12.2012
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Stiftung Warentest
Adventskalenderhersteller wollen klagen

Grund zur Klage? Die Stiftung Warentest hat in der Schokolade von 24 Adventskalendern für Kinder Rückstände von Mineralöl und ähnlichen Substanzen nachgewiesen
dapd

Grund zur Klage? Die Stiftung Warentest hat in der Schokolade von 24 Adventskalendern für Kinder Rückstände von Mineralöl und ähnlichen Substanzen nachgewiesen

Die Süßwarenhersteller sind sauer. Der Grund: Eine Untersuchung der Stiftung Warentest über Ölrückstände in Adventskalendern passt ihnen nicht. Dabei geht es weniger um die Fakten als um deren Interpretation. Jetzt prüfen Hachez, Milka und Co. eine Klage.

Berlin - In der Debatte um schädliche Ölrückstände in Adventskalendern prüfen einige Hersteller nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" eine Klage gegen die "Stiftung Warentest". Sie hatte Ende November den Test veröffentlicht, wonach die Schokolade in einigen Kalendern mit Ölrückständen verunreinigt war, und vom Kauf abgeraten.

Daraufhin sei der Absatz von Adventskalender eingebrochen, berichtet die Zeitung weiter. In der Süßwarenbranche sei von einem Millionenschaden die Rede. Derzeit liefen Gespräche darüber, welches Unternehmen die Klage führen könnte. "Wir würden das Unternehmen dabei begleiten", zitiert das Blatt den Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Bei der Stiftung Warentest hieß es dazu: "Möglichen rechtlichen Auseinandersetzungen sehen wir sehr gelassen entgegen."

Grenzwert für Mineralölreste gibt es nicht

Die Tester hatten in neun Kalendern Ölrückstände nachgewiesen. Einige Schokoladen-Produzenten kritisierten die Untersuchungsmethoden und Bewertungen von Stiftung Warentest. Die Bremer Firma Hachez Chocolade warf den Testern vor, Unsicherheiten zu verbreiten, "die völlig bei den Haaren herbeigezogen sind". Eine Gesundheitsgefährdung könne "nicht einmal ansatzweise nachgewiesen" werden.

Kraft Foods, Hersteller von Milka-Schokolade, hatte bemängelt, die Thematik sei nicht schokoladenspezifisch. Mineralölbestandteile kämen allgegenwärtig in der Umwelt vor. Der BDSI betonte, die Schokolade in den Kalendern sei nicht gesundheitsgefährdend. Einen Grenzwert für Mineralölreste gebe es bislang nicht, die Öle seien weit verbreitet.

krk/dpa

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