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11.12.2012
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Fachkräftemangel
Personaler versagen im Kampf um die besten Köpfe

Von Martin Hintze

Jobmesse in Hannover: Viele Unternehmen können offene Stellen nicht besetzen
dapd

Jobmesse in Hannover: Viele Unternehmen können offene Stellen nicht besetzen

2. Teil: Online-Netzwerke werden kaum genutzt

Business-Netzwerke wie Xing oder Linkedin tauchen auf dem Radar der Personalabteilungen bislang nicht auf. Einzige Ausnahme: die IT- und Telekommunikationsbranche. Sie nutzt die Netzwerke aus dem naheliegenden Grund, dass sich IT-Profis besonders häufig dort tummeln.

Bei privaten sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+ sieht es kaum besser aus. Lediglich ein Drittel der Firmen werben dort um neue Mitarbeiter. Nur bei Logistikunternehmen sind es etwa doppelt so viel. Immerhin planen rund 30 Prozent, soziale Netzwerke zukünftig für die Rekrutierung einzusetzen.

Bei den sozialen Netzwerken und den eigenen Karriere-Portalen geht es den Unternehmen vor allem um eines: sich für die potenziellen Mitarbeiter herauszuputzen. Sie zeigen die Karrieremöglichkeiten, loben das Arbeitsklima oder heben die Sozialleistungen hervor. "Entscheidend ist, dass die Versprechen auch eingehalten werden", sagt Faltin. Einen Etikettenschwindel sollten Unternehmen vermeiden, sonst könnten sich die Bemühungen schnell als Bärendienst erweisen, warnt der Personalstrategie-Fachmann.

"Pool an Talenten vorhalten"

Vier von fünf Unternehmen sind der Meinung, dass eine überdurchschnittliche Arbeitgeberattraktivität in Zukunft ausschlaggebend für den Erfolg sein wird. Der Erfolg des "Employer-Brandings" hält sich offenbar noch in Grenzen. Nur 41 Prozent der Firmen glauben, für Bewerber attraktiv zu wirken.

Große Lücken klaffen auch bei der Kompetenz der Personaler. In puncto Karriere- und Nachfolgemanagement sowie der strategischen Nachfolgeplanung und dem Controlling sehen die Berater von Kienbaum Schwächen.

Der Sektor Handel schneidet hier noch am besten ab, das Gesundheits- und Sozialwesen am schlechtesten. "Die Personalabteilungen müssen sich viel früher Gedanken machen, welche Positionen für das Unternehmen kritisch sind und einen Pool an Talenten vorhalten", rät Faltin. Für viele Unternehmen dürfte das bedeuten: Die Personalstrategie muss völlig neu ausgerichtet werden.

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