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06.12.2012
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Schuldenrückkauf
S&P stuft Griechenland ab

Griechenland: Die Zukunft des Landes ist unsicher. Nur eines ist sicher - es braucht mehr als nur einen Geldregen.
AP

Griechenland: Die Zukunft des Landes ist unsicher. Nur eines ist sicher - es braucht mehr als nur einen Geldregen.

Griechenland kauft seine Schulden zum Teil zurück, um sein Budget zu entlasten. Doch die US-Ratingagentur S&P wertet das technisch als teilweisen Zahlungsausfall

Athen - Die US-Ratingagentur S&P wertet das Schuldenrückkauf-Programm Griechenlands technisch als teilweisen Zahlungsausfall. Die Bonitätswächter stuften das von Europa und dem IWF vor der Pleite bewahrte Land in der Nacht zum Donnerstag (MEZ) auf die entsprechende Kategorie "selective default" herab.

Mitte des Monats winkt nach einem erfolgreichen Rückkauf umlaufender Anleihen bereits wieder die Höherstufung: Mit dem Ramschstatus "CCC" für seine Kreditwürdigkeit bleibt das Land damit aber weiterhin nahe der Ausfallgrenze. Private Investoren haben bis Freitag Zeit, der Regierung in Athen ihre Preisvorstellung für den Rückkauf zu nennen. Das Land ist bereit, den Inhabern - je nach Laufzeit ihrer Papiere - für jeden Euro ihrer Forderungen mindestens 30,2 bis 38,1 Cent zu zahlen, höchstens aber 32,2 bis 40,1 Cent.

Mit dem Rückkauf der ausstehenden Anleihen weit unter dem Ausgabepreis soll die Schuldenlast Griechenlands um rund 20 Milliarden Euro gedrückt werden. Das Land ist auf einen Erfolg bei der Auktion angewiesen, um an weitere Milliardenhilfen von EU und IWF zu gelangen. Die Adressaten des griechischen Angebots sind die privaten Besitzer von griechischen Staatsanleihen im Nennwert von gut 60 Milliarden Euro.

Einen weiteren Schuldenschnitt indes braucht das Land nicht, zeigt sich der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras gewiss. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung sagte Samaras auf die Frage, ob Griechenland einen neuen Schuldenerlass brauche: "Unsere Verschuldung gilt jetzt offiziell als dauerhaft tragbar." Allerdings schränkte er ein, dass dafür "natürlich anhaltendes Wachstum" gebraucht werde. "Wir versuchen, aus der Rezession herauszukommen und unsere Wirtschaft zu reformieren, so dass genug Einkommen entsteht, Zinsen und Tilgung der Schulden zu leisten."

Samaras beteuerte gegenüber der Zeitung, sein Land werde im Euro bleiben. "Unser Ehrgeiz ist, Griechenland spektakulär zu verändern und von einem schlechten Beispiel voll mit Problemen zu einem herausragenden Beispiel für eine Modell-Wirtschaft zu machen." Dann werde niemand mehr nach der Euro-Mitgliedschaft oder einem Schuldenschnitt fragen. Zuversichtlich äußerte sich auch EU-Währungskommissar Olli Rehn mit Blick auf die Schuldenkrise. "Der letzte Krisenhöhepunkt war im Juni rund um die Wahl in Griechenland. Nun haben wir den umgekehrten Trend", sagte Rehn der "Financial Times Deutschland". Zum Beleg für die erfolgreiche Sparpolitik in Europa nannte Rehn den Abbau der Haushaltsdefizite im Währungsraum.

got/dpa-afxp/rtr

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