Sonntag, 2. August 2015

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Branchenflaute Maersk dreht Linienschifffahrt den Geldhahn zu

Containerriese von Maersk: Die Reederei sieht die Zukunft der Branche nicht besonders optimistisch

Angesichts niedriger Frachtraten wendet sich der dänische Maersk-Konzern zusehends von seinem Reedereigeschäft ab. Sein Unternehmen werde keine großen Beträge mehr in die Sparte stecken, sagte Konzernchef Nils Andersen laut einem Pressebericht.

London - Der dänische Mischkonzern AP Moeller-Maersk zieht die Konsequenzen aus der leidenden Containerschiffahrt und will die Investitionen in diesen Geschäftszweig zurückfahren. Maersk werde keine großen Beträge mehr in die Maersk Line stecken, sagte Unternehmenschef Nils Andersen der "Financial Times".

Die Dänen betreiben die weltgrößte Containerschiff-Flotte mit einem Marktanteil von 16 Prozent. Wir haben hinreichend Kapazitäten, um mit dem Markt zu wachsen, erklärte er.

Stattdessen wollen sich die Dänen stärker auf die profitablen Felder Öl, Bohranlagen und Häfen konzentrieren. "Wir werden uns von der Schifffahrt wegbewegen und uns stabilerem, margenträchtigerem Geschäft zuwenden", sagte Andersen. Nach diesem Schritt werde etwa die Hälfte des Kapitals in diesen drei Feldern stecken. Auf die Maersk Line entfielen 25 bis 30 Prozent.

Im vergangenen Jahr hatte Maersk Börsen-Chart zeigen im Schifffahrtsgeschäft unterm Strich 540 Millionen US-Dollar Verlust eingefahren. Die Ölsparte verdiente indes 2,1 Milliarden Dollar Gewinn, Bohranlagen und Häfen 500 Millionen und 650 Millionen Dollar.

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