Von Kristian Klooß
Hamburg - ProSiebenSat.1 und RTL dominieren seit Jahren den deutschen Privatfernsehmarkt. Doch dieser befindet sich im Umbruch. Die Euro-Krise, die zuletzt das wichtige Werbegeschäft vor allem jenseits der deutschen Grenzen einbrechen ließ, ist dafür nur ein Grund.
Ein noch durchschlagenderer ist die Digitalisierung. Sie reißt die klassischen Eintrittsschranken in den TV-Markt nieder. Dies hat zu einer Ausweitung des Fernsehangebots geführt und konfrontiert RTL und ProSiebenSat.1
mit neuen Anbietern wie etwa Youtube oder Start-ups wie dem deutschen Internet-TV-Sender Mediakraft. Ein Branchen-Round-Table, an dem neben den privaten und öffentlich-rechtlichen Sendervertretern nicht auch ein Abgesandter von Google
am Tisch säße, scheint heute kaum mehr denkbar.
Denn neue Hardware wie Tablets, Smartphones oder internetfähige Fernseher verändern längst die Sehgewohnheiten des TV-Publikums. Das klassische Programmfernsehen büßt an Bedeutung ein, das "Allesimmerüberallfernsehen" breitet sich aus.
Die Folge: Sowohl die RTL Gruppe als auch ProSiebenSat.1 arbeiten an vielen Baustellen, um die Fundamente ihrer immer komplexeren, zukünftigen Geschäftsmodelle zu legen. Die Voraussetzungen beider Medienkonzerne sind dabei alles andere als dieselben, wie nicht zuletzt der am Freitag vergangener Woche verkündete Verkauf des Nordeuropageschäfts von ProSiebenSat.1 dokumentiert.
manager magazin online zeigt, wer im Duell um die digitale Zukunft des Fernsehens besser aufgestellt ist.
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