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08.11.2012
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Schwaches Briefgeschäft
Deutsche Post hofft auf den Weihnachtsmann

Weihnachtspost: Noch immer verschicken viele Deutsche ihre Weihnachtsgrüße per Post
DPA

Weihnachtspost: Noch immer verschicken viele Deutsche ihre Weihnachtsgrüße per Post

Die Deutsche Post hat ihren Umsatz im dritten Quartal dank des boomenden Asien-Geschäfts gesteigert. Hierzulande quält den Konzern allerdings die schwache Briefsparte. Post-Chef Appel geht aber davon aus, die Ziele mithilfe des Weihnachtsgeschäfts erreichen zu können.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Post hält trotz eines überraschend schwachen Briefgeschäfts im Sommer an ihren Jahresprognosen fest. "Wir werden unser Jahresziel erreichen", beteuerte Vorstandschef Frank Appel bei der Vorlage der Quartalsbilanz.

Der Manager setzt auf die DHL-Sparten und das Weihnachtsgeschäft zum Jahresende. Dennoch will Appel die Zügel anziehen: Um die geplante Gewinnsteigerung 2012 und in den kommenden Jahren zu erreichen, seien zusätzliche Anstrengungen in allen Bereichen nötig.

Die Post-Aktie Chart zeigen reagierte mit einem Kursrutsch auf die Bilanz. Kurz nach Handelsbeginn lag das Papier um 1,59 Prozent ins Minus und war damit zweitschwächster Wert im Dax . Ein Börsianer monierte vor allem den gesunkenen Gewinn der Briefsparte, zu der auch das deutsche Paketgeschäft zählt.

Neckermann-Pleite belastet

Zwischen Juli und September zehrten gestiegene Löhne auf dem Heimatmarkt und die Pleite des Versandhändlers Neckermann am Post-Gewinn. Der Paketversand legte schwächer zu als in den Monaten zuvor. Bestens lief das Geschäft der DHL-Sparten in Asien und den USA. Obwohl die unter der Marke DHL gebündelten Bereiche Express, Fracht und Lieferkettenlogistik das beste dritte Quartal aller Zeiten ablieferten, konnten sie die Rückgänge nicht auffangen.

Insgesamt kletterte der Umsatz um knapp 6 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) sank um rund 7 Prozent auf 604 Millionen Euro und verfehlte damit klar die Erwartungen der Analysten. Der Überschuss, der ein Jahr zuvor von einem Bewertungseffekt im Zuge des Postbank-Verkaufs profitiert hatte, ging dank einer gesunkenen Steuerquote nur um knapp ein Prozent auf 382 Millionen zurück.

Asien-Geschäft soll stützen

Die schwächelnde Weltwirtschaft trifft die Post bisher weniger stark als ihre globalen Wettbewerber UPS Chart zeigen und FedEx Chart zeigen. Während die US-Konzerne ihre Ziele für 2012 zuletzt zusammengestrichen hatten, schraubte die Post ihre Erwartungen im Sommer noch herauf. "Natürlich lässt auch uns die allgemeine konjunkturelle Erholung nicht unberührt", sagte Appel. Allerdings profitiere die Post von ihrer starken Stellung auf den Wachstumsmärkten in Asien. Davon erhofft sich Appel auch im vierten Quartal zusätzlichen Schwung.

Im laufenden Jahr soll der operative Gewinn (Ebit) weiterhin auf 2,6 bis 2,7 Milliarden Euro klettern. Auch der Überschuss soll zulegen, wenn man die Effekte aus dem Postbank-Verkauf, die Umsatzsteuernachzahlung im laufenden Jahr und eine Rückstellungsauflösung bei DHL herausrechnet. Für die kommenden Jahre hat Appel weitere Gewinnsteigerungen im Auge. Schon 2013 soll der Gewinn weiter nach oben gehen. Bis 2015 soll das Ebit auf 3,35 bis 3,55 Milliarden Euro klettern.

mg/dpa-afx

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