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07.11.2012
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Prognose erhöht
Munich Re trotzt Wirbelsturm "Sandy"

Spur der Verwüstung: Der Wirbelsturm "Sandy" richtete - wie hier nahe New York - schwere Schäden an. Sie werden die Münchener Rück mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag belasten
REUTERS

Spur der Verwüstung: Der Wirbelsturm "Sandy" richtete - wie hier nahe New York - schwere Schäden an. Sie werden die Münchener Rück mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag belasten

Mehr Gewinn, mehr Dividende: Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re wartet mit einem Milliardengewinn auf und erhöht die Prognose wie zuvor schon der Wettbewerber Hannover Rück - trotz der Schäden, die Hurrikan "Sandy" angerichtet hat.

München - Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re schraubt nach einem überraschenden Milliardengewinn im dritten Quartal seine Gewinnprognose für 2012 nach oben. "Trotz des Wirbelsturms Sandy sind wir sehr optimistisch, 2012 einen Gewinn von rund drei Milliarden erzielen zu können", sagte Finanzvorstand Jörg Schneider am Mittwoch. Der Konzern erwartet auch für das kommende Jahr ein Milliardenergebnis. "Wenn es satt über 2,5 Milliarden Euro liegt, wären wir zufrieden", sagte Schneider.

Zwischen Juli und September verdiente der Konzern 1,13 Milliarden Euro. Vor einem Jahr waren es unter anderem wegen Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen lediglich 286 Millionen Euro gewesen. Investoren nahmen die Neuigkeiten mit Begeisterung auf. Bis 11.30 Uhr legten die Aktien der Munich Re Chart zeigen um 2,8 Prozent auf 131,10 Euro zu und waren damit Spitzenreiter im Dax . Analyst Thorsten Wenzel von der DZ Bank sprach von starken Quartalsergebnissen.

Bislang hatte der Konzern mit einem Gewinn von rund 2,5 Milliarden gerechnet. Die Belastungen aus den Schäden, die Wirbelsturm "Sandy" in den USA angerichtet hat, schätzt die Munich Re auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Der Versicherungsdienstleister Eqecat schätzt die volkswirtschaftlichen Schäden des Sturms bis zu 50 Milliarden Dollar Voraussichtlich 10 Milliarden bis 20 Milliarden Dollar wird die Assekuranz davon tragen müssen. Der Ausfall von Strom- und Versorgungssystemen ließ viele Unternehmen stillstehen, Lieferketten wurden unterbrochen. Die Munich Re versichert viele Firmen gegen solche Betriebsausfälle

Allerdings wütete der Sturm erst im vierten Quartal und wird auch erst dann verbucht. Ansonsten war der Rückversicherer glimpflich durch das Jahr gekommen. Die Belastungen aus Naturkatastrophenschäden war insgesamt ungewöhnlich niedrig, sagte Schneider. Daneben profitierte der Konzern wie auch die Hannover Rück Chart zeigen von einer guten Entwicklung der Geschäfte und hohen Einnahmen aus Kapitalanlagen. "Das Ergebnis der ersten drei Quartale ist mehr als erfreulich."

Dividende soll steigen

Der Gewinn lag zwischen Januar und September bei 2,7 Milliarden Euro, ein Jahr zuvor waren es gerade 75 Millionen Euro. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um im gleichen Zeitraum um 5,3 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro - und damit weniger stark als beim Wettbewerber Hannover Rück.

Angesichts der guten Zahlen kündigte der Konzern an, auch die Aktionäre an der Gewinnsteigerung zu beteiligen. "Wenn das Jahresergebnis gut ausfällt und die Rahmenbedingungen dem nicht widersprechen, wollen wir eine Dividende ausschütten, die über den 6,25 Euro aus dem Vorjahr liegt", sagte Schneider.

Herausforderungen aber bleiben: "Die Finanzkrise wird uns auf Sicht weiter begleiten, die möglichen gravierenden Auswirkungen denkbarer Szenarien der Krisenentwicklung erfordern unsere Aufmerksamkeit", schrieb Konzernchef Nikolaus von Bomhard im Quartalsbericht. Der Hurrikan "Sandy" gebe zudem Anlass, sich weiter mit der Entwicklung von Naturkatastrophen auseinanderzusetzen.

rei/dpa

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