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24.10.2012
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Shop-Schließungen
Puma muss Gewinneinbruch wegstecken

Unter Druck: Puma versucht Restrukturierung
DPA

Unter Druck: Puma versucht Restrukturierung

Harter Einschnitt nach Gewinneinbruch: Puma sieht sich zu einem noch heftigeren Konzernumbau gezwungen, Sonderkosten dafür verhagelten dem Sportartikelhersteller das dritte Quartal. Puma will jetzt weitere weniger rentable Shops schließem und regionale Modekollektionen aufgegeben.

Hamburg - Die schwache Geschäftslage in Europa zwingt Puma zu einem noch radikaleren Konzernumbau. Sonderkosten dafür in Höhe von 80 Millionen Euro verhagelten dem Sportartikelhersteller das dritte Quartal. Der Überschuss brach um 85 Prozent auf 12,2 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen aus Herzogenaurach am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz kletterte zwar um 6 Prozent auf 892,2 Millionen Euro.

Währungsbereinigt stagnierten die Erlöse allerdings. Die Bilanz lag klar unter den Markterwartungen: Analysten hatten mit einem Nettogewinn von 36,4 Millionen Euro und Umsätzen von 906 Millionen gerechnet. Puma will nun mit zusätzlichen Kostensenkungen gegensteuern. Zur Höhe wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Marke mit der springenden Raubkatze will 80 unrentable Geschäfte schließen. Allerdings würden in Wachstumsmärkten neue Stores eröffnet, hieß es.

Bis Ende 2013 will Puma Chart zeigen in Eigenregie noch rund 540 Shops betreiben, aktuell sind es 590. Unprofitable Werbeverträge sollen zudem gekündigt werden. Die Produktpalette soll um satte 30 Prozent reduziert werden, vor allem lokale Kollektionen sollen wegfallen. Puma verändert auch die Strukturen in Europa und reduziert dabei beispielsweise die Anzahl der Lager.

Der Branchendritte nach Nike Chart zeigen und Adidas Chart zeigen bekräftigte, seinen Umsatz im Gesamtjahr 2012 um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigern zu wollen. Der Konzerngewinn dürfte aufgrund von Sonderlasten für den Konzernumbau aber nach Firmenangaben deutlich unter dem Wert von 2011 liegen, als es 230 Millionen Euro waren.

Beim Umsatz profitieren die Franken aber schon jetzt maßgeblich von Währungseffekten, echte Erfolge gibt es angesichts der schwierigen Wirtschaftslage in vielen Ländern kaum noch. So fielen die Europa-Erlöse währungsbereinigt um fast 5 Prozent, in Asien um mehr als ein Prozent. Nur in Amerika wächst Puma rasant.

kst/rtr

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