Montag, 29. Mai 2017

Bertelsmann Random House treibt Fusion mit Penguin voran

Bertelsmann in Gütersloh: Ausbaupläne mit der New Yorker Tochter Random House

Die Bertelsmann-Tochter Random House kommt offenbar einer Fusion mit Penguin Books näher. Random House soll dann die Mehrheit an dem neuen Buchkonglomerat übernehmen - sofern der Deal wie derzeit geplant über die Bühne geht. Auch in Südamerika und Spanien will Bertelsmann zukaufen.

Hamburg - Die Verhandlungen über einen Zusammenschluss der beiden Buchverlagsriesen Random House und Penguin Books seien "auf einem vielversprechenden Weg", heisst es bei der deutschen Tochterfirma von Random House in München. Derzeit würden mit den Kartellbehörden in den USA und in Brüssel abschließende und ausführliche Gespräche geführt.

Nach derzeitiger Planung soll die in New York ansässige und zu Bertelsmann gehörende Verlagsgruppe Random House (Umsatz: 1,75 Milliarden Euro) die Mehrheit an dem neuen Buchkonglomerat übernehmen. Penguin (Umsatz: 1,3 Milliarden Euro) ist ein Tochterunternehmen der britischen Mediengruppe Pearson, zu der auch die "Financial Times" gehört.

Gleichzeitig versucht Bertelsmann die alleinige Kontrolle über die in Mittel- und Südamerika sowie in Spanien operierende Buchverlagstochter Random House Mondadori zu übernehmen. Die Arnoldo Mondadori Editore hält 50 Prozent an dem Unternehmen, sie hat ihren Hauptsitz in Mailand und gehört dem italienischen Medienunternehmer und Expräsidenten Silvio Berlusconi. Die Gespräche stünden angeblich kurz vor dem Abschluss.

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