Dienstag, 30. August 2016

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Quartalsergebnis Deutsche Telekom meldet Gewinnsprung

Grund zur Freude: Telekom-Chef Obermann steigerte den Gewinn

Erfreuliche Nachrichten von der Deutschen Telekom: Der Umsatz des Magenta-Riesen schrumpft nur noch langsam, der Gewinn legte zuletzt sogar sprunghaft zu. Selbst das US-Geschäft macht den Bonnern wieder Freude. Die Aktionäre können sich über die gewohnte Dividende freuen.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen hat den Abwärtstrend im Deutschland-Geschäft gebremst und im zweiten Quartal einen Gewinnsprung hingelegt. Vor allem die Erholung der lange schlingernden US-Tochter T-Mobile USA lässt Telekom-Chef René Obermann frohlocken, der das Dividendenversprechen an seine Aktionäre erneuerte. "Wir halten unser Wort und liefern dem Markt mit sehr soliden Zahlen Verlässlichkeit", sagte Obermann am Donnerstag.

Für dieses Jahr soll den Aktionären wie geplant eine Dividende von 0,70 Euro je Titel gezahlt werden. Das Geld dafür hat die Telekom: Der Überschuss kletterte im zweiten Quartal um drei Viertel auf 614 Millionen Euro.

Die Mobilfunktochter T-Mobile USA fuhr ein Fünftel mehr Gewinn ein. Das ist ein Erfolg für Obermann, da die Telekom seit Jahren versucht, die Geschäfte in den USA wieder flottzukriegen. Eigentlich wollten die Bonner ihren Amerika-Ableger für 39 Milliarden Dollar an zweitgrößten US-Mobilfunker AT&T verkaufen. Die US-Kartellbehörden kippten den Deal Ende 2011 jedoch.

Vorstand bekräftigt Prognose

Der Konzernumsatz schwand im Drei-Monats-Zeitraum nur noch um 0,7 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro - im Gesamtjahr 2011 waren noch 6 Prozent der Erlöse weggebrochen. Analysten hatten bei 14,42 Milliarden Euro Umsatz mit 650 Millionen Euro Überschuss gerechnet.

Im ersten Halbjahr 2012 verdiente die Telekom trotz eines weiter schwierigen US-Geschäftes und rückläufiger Mobilfunkumsätze in Deutschland besser als im Vorjahr. Während der Konzernumsatz mit 28,8 Milliarden Euro nahezu stabil blieb, kletterte der Konzernüberschuss um knapp 3 Prozent auf 852 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilt.

Bereinigt schrumpfte das Nettoergebnis allerdings durch wieder reguläre Abschreibungen in den USA um gut 15 Prozent. Ein Jahr zuvor waren diese wegen des geplanten Verkaufs der US-Tochter an den Konkurrenten AT&T ausgesetzt worden.

Der Vorstand des 235.000 Mitarbeiter starken Konzerns hält an seiner Prognose für 2012 fest: Bei einem Free Cash Flow von sechs Milliarden soll das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) in diesem Jahr 18 Milliarden Euro erreichen. Mehr als die Hälfte davon haben die Bonner bereits verdient. In der ersten Jahreshälfte belief sich das Ebitda auf 9,2 Milliarden Euro.

cr/rtr/dpa

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