08.08.2012
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Höherer Verlust
Air Berlin fliegt trotz Sparens in die Miesen

Noch keine Wende: Air Berlin verharrt in den roten Zahlen
dapd

Noch keine Wende: Air Berlin verharrt in den roten Zahlen

Air Berlin ist wegen der hohen Kerosinpreise noch tiefer in die roten Zahlen geflogen. Der Nettoverlust erhöhte sich im zweiten Quartal des laufenden Jahres auf 66,2 Millionen Euro. Der Umsatz der zweitgrößten hiesigen Fluglinie stieg dagegen leicht.

Berlin - Die Fluggesellschaft Air Berlin ist trotz überraschend großer Sparerfolge im zweiten Quartal erneut in die roten Zahlen geflogen. Die deutlich gestiegenen Treibstoffkosten ließen den Verlust unter dem Strich um 51 Prozent auf 66 Millionen Euro steigen, wie der Lufthansa-Konkurrent überraschend am Mittwochabend mitteilte. Im operativen Geschäft lief es etwas besser: Trotz des zusammengestrichenen Flugplans nahm Air Berlin mehr Geld ein, und das Sparprogramm von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft kommt schneller voran als gedacht.

Der Umsatz stieg um knapp 2 Prozent auf mehr als 1,1 Milliarden Euro. Der operative Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) verringerte sich dank des eingeleiteten Sparkurses um 9 Prozent auf 29 Millionen Euro. Das laufende Sparprogramm kommt dem Management zufolge gut voran: Die Einsparungen hätten zwischen April und Juni statt der geplanten 45 Millionen sogar 50 Millionen Euro erreicht. Insgesamt soll das Programm den operativen Gewinn in diesem Jahr um mehr als 200 Millionen Euro verbessern.

"Die Umsatzerhöhung zeigt, dass wir den richtigen Kurs eingeschlagen haben", sagte Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn. Dass es unter dem Strich nicht besser lief, führte das Management auf die Ticketsteuer, den Dollarkurs und den hohen Ölpreis zurück: Obwohl Air Berlin Chart zeigen das Flugangebot um fast 6 Prozent zusammengestrichen hatte, musste das Unternehmen zwischen April und Juni insgesamt 10 Prozent mehr Geld für Treibstoff ausgeben als ein Jahr zuvor.

Mehdorn setzt nun weiter auf die Verkleinerung der Flotte und den Ausbau des Langstreckengeschäfts, um das Unternehmen 2013 nach jahrelangen Verlusten wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Mit der verkleinerten Flotte will der Manager die Abhängigkeit von saisonalen Schwankungen reduzieren. Seit Jahren ist Air Berlin vor allem im Sommer als Ferienflieger groß im Geschäft. Im Winter ist die Nachfrage nach Urlaubsflügen allerdings deutlich geringer.

Auch an der Lufthansa Chart zeigen geht der hohe Ölpreis nicht spurlos vorüber. Vorstandschef Christoph Franz will mit einem harten Sparkurs den operativen Gewinn bis 2015 um mindestens 1,5 Milliarden Euro anheben. In der Verwaltung sollen dazu 3500 Stellen wegfallen. Im zweiten Quartal blieb der Dax-Konzern auch dank erster Sparerfolge klar in der Gewinnzone.

kst/dpa-afx

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