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04.08.2012
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Investment
Munich Re steckt Milliarden in deutsche Strombranche

Munich Re: Infrastrukturinvestments in Deutschland
DPA

Munich Re: Infrastrukturinvestments in Deutschland

Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück will Milliarden in den Ausbau erneuerbarer Energien und der Hochspannungsnetze in Deutschland investieren. Auch im reinen Versicherungsgeschäft werfen die Münchener einen Blick auf die Energiebranche - und hoffen auf Wachstum.

München/Düsseldorf - Die Münchener Rück will Milliarden in den Ausbau Erneuerbarer Energien und der Hochspannungsnetze in Deutschland investieren. "Wir wollen das in den nächsten drei bis fünf Jahren bis auf 2,5 Milliarden Euro ausweiten", kündigte Vorstand Thomas Blunck in einem Interview mit der "Wirtschaftswoche" an. "Darüber hinaus wollen wir zusätzlich rund 1,5 Milliarden Euro in Infrastrukturprojekte investieren. Wir sind bereits am Netzbetreiber Amprion beteiligt und können uns vorstellen, auf diesem Feld in Zukunft mehr zu investieren.

Als Wachstumsfeld machte Blunck auch die Versicherung von Solar- und Windparks aus. "Wir versichern zum Beispiel die technische Leistungsfähigkeit von Solarmodulen oder Windkraftanlagen. Das ist noch eine kleine Nische, aber das Geschäft wächst schnell." Versichern wollen die Münchener zudem die Ausfälle der Stromproduktion infolge schlechten Wetters. "Wir haben so genannte Wetterversicherungen. Da würden wir dann für entgangene Einkünfte gerade stehen, wenn mal die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht bläst."

Für die Münchener-Rück-Tochter Ergo spielen Aktien und Immobilien als Anlage weiterhin nur eine Nebenrolle. "Die hohe Schwankungsanfälligkeit macht Aktien für uns relativ unattraktiv, denn wir suchen einen möglichst stabilen laufenden Ertrag für unsere Kunden", sagte Ergo-Chef Torsten Oletzky der "Berliner Zeitung". Die Aktienquote betrage deshalb nur rund 2 Prozent, und das wollen die Düsseldorfer auch nicht ändern. Der Immobilienanteil liege bei rund 5 Prozent. Auch hier plane Ergo keine wesentliche Aufstockung.

Der Mutterkonzern Münchener Rück hat bereits angekündigt, seine Kapitalanlagen von 212 Milliarden Euro noch breiter zu streuen, um nicht zu stark von einzelnen Investments abhängig zu sein. Der weltgrößte Rückversicherer legt am Dienstag seine Quartalszahlen vor. Die niedrigen Kapitalmarktzinsen erschweren es den Anbietern von Lebens- und Rentenversicherungen zunehmend, ihre Renditeversprechen gegenüber bestehenden Kunden zu erfüllen und Neukunden anzulocken.

Oletzky griff in diesem Zusammenhang die Europäische Zentralbank (EZB) an, die die Altersvorsorge vieler Menschen gefährde: "Die Politik der Europäischen Zentralbank, die Märkte mit Geld zu fluten und die Zinsen so künstlich niedrig zu halten, geht zu Lasten aller Sparformen und damit natürlich auch der Lebensversicherung", kritisierte der Ergo-Chef. "Diese Politik ist deshalb auf Dauer nicht durchzuhalten und gefährlich." Trotz des schwierigen Umfelds hält Ergo an seiner Jahresprognose fest. "Die Ergebnisziele, die wir uns zu Jahresbeginn gesetzt haben, halten wir auch heute noch für realistisch", sagte Oletzky. Zwar laufe das Neugeschäft mit Lebens- und Rentenversicherungen nicht so, wie es sollte. "Dennoch wollen wir beim operativen Gewinn leicht zulegen. Für 2012 wollen wir bereinigt um Einmal- und Sondereffekte einen Gewinn von 400 Millionen Euro erzielen", sagte Oletzky.

2011 hatte der Versicherer nach Steuern 349 Millionen Euro verdient. Ende Juli hatte Ergo angekündigt, mit dem Abbau von bis zu 1350 Stellen seine Kosten jährlich um 164 Millionen Euro zu senken.

kst/rtr

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