Donnerstag, 29. September 2016

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Gold "Die einzige Währung, auf der keine Schulden lasten"

Euro gegen Gold: In Zeiten der Euro-Schuldenkrise erscheint Gold weiterhin attraktiv. Je schneller die Notenpressen rattern, desto größer der Drang, sich vor Geldentwertung zu schützen
Heraeus Holding GmbH
Euro gegen Gold: In Zeiten der Euro-Schuldenkrise erscheint Gold weiterhin attraktiv. Je schneller die Notenpressen rattern, desto größer der Drang, sich vor Geldentwertung zu schützen

Die Euro-Schuldenkrise ist nicht ausgestanden: Anleger und Geldverwalter fürchten, dass die Politik versuchen wird, die Schuldenberge durch Inflation abzutragen. Damit bleibt Gold für viele Vermögensverwalter unverzichtbar.

Hamburg - Ende 2011 traf in einem Hamburger Luxushotel die Elite der deutschen Geldverwalter bei der Jahrestagung Private Banking zusammen, um Anlageperspektiven für ihre betuchte Klientel zu diskutieren. Bei den Gesprächen auf dem Podium, besonders aber in den Pausen bei informellen Runden, zeigte sich vor allem eines: Die Zunft geht nervös ins Jahr 2012.

Insbesondere Europa und seine Gemeinschaftswährung sorgen bei den Investmentberatern für Anspannung. Die Gefahr sei nicht zu unterschätzen, dass Regierungen die Staatsschulden und dabei auch die Privatvermögen entwerten, indem sie die Zinsen niedrig halten und höhere Inflation zulassen.

Bei aller Unsicherheit darüber, wie genau das Krisenmanagement in Berlin, Paris & Co. weitergeht, waren sich die Vermögensverwalter deshalb in einem einig: Wer sein Vermögen gegen die Risiken an den Märkten absichern will, der kommt an Gold nicht mehr vorbei.

"Gold ist ein fester Bestandteil des Depots", sagte Stefan Freytag, Vorstand der Deutsche-Bank-Tochter Wilhelm von Finck Deutsche Family Office. "Da braucht man nicht mit 1 oder 2 Prozent Beimischung anzufangen. Das geht bei 5 Prozent los und landet - je nach Kunde - auch deutlich höher."

Der Grund: Mit Gold ließe sich jedes Portfolio immer noch am einfachsten gegen eine Entwertung des Geldes absichern, sagt Ralf Zimmermann. Für den Chef-Anlagestrategen beim Münchener Vermögensverwalter Döttinger/Straubinger ist "Gold die einzige Währung, auf der keine Schulden lasten".

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