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27.03.2012
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McKinsey, BCG und Co.
Karriere bei den Topconsultants

Von Michael Freitag und Dietmar Student

Der Kampf um Talente wird schärfer, die Rekrutierung immer breiter: Frank Mattern, Deutschland-Chef von McKinsey

Der Kampf um Talente wird schärfer, die Rekrutierung immer breiter: Frank Mattern, Deutschland-Chef von McKinsey

Was erwartet Berufseinsteiger bei McKinsey, Boston Consulting, Roland Berger, Bain und Co? manager magazin zeigt, mit welchen Gehältern junge Berater rechnen können - und welche Anforderungen sie erfüllen müssen, um im Ausleseprozess "Rauf oder Raus" zu bestehen.

Hamburg - Es ist der Reiz, sich ständig neuen Herausforderungen zu stellen, in den Führungsetagen der Unternehmen, der eine Karriere bei einem Strategieberater für Hochschulabsolventen so attraktiv erscheinen lässt; das manager magazin berichtet in seiner neuen Ausgabe in einer großen Titelgeschichte über das Beratungshaus McKinsey. Und, na klar, für viele spielt auch das Geld eine Rolle, das es dort zu verdienen gibt.

Denn McKinsey, Boston Consulting (BCG), Bain oder Roland Berger locken mit hohen Einstiegsgehältern. 50.000 bis 70.000 Euro pro Jahr zahlen die Consultants im Schnitt, in der Spitze sind es noch einige Zehntausende Euro mehr. Wer länger dabei bleibt, verdient auch schnell mehr. Als Senior-Berater circa 100.000 Euro plus, Projektleitern wird auch schon mal das Doppelte überwiesen. Und Partner (also Eigentümer) kassieren, in guten Jahren, bisweilen mehr als eine Million Euro.

Längst beschränken sich die Managementberater nicht mehr darauf, Studenten wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung zu ködern; die Rekrutierung wird immer breiter.

Sie umfasst Ingenieure, Mathematiker, Physiker und Geisteswissenschaftler jedweder Prägung, wie zum Beispiel Theologen. Auch der Anteil derjenigen, der von Unternehmen oder Konkurrenten abgeworben wird, steigt (sogenannte lateral hires). McKinsey zum Beispiel gewinnt auf diese Weise mittlerweile jeden fünften Consultant. Ende vergangenen Jahres wechselte zum Beispiel der WestLB-Bereichsvorstand Volker Brühl als Partner zu McKinsey; zuvor war er auch schon in gleicher Position bei Roland Berger.

Knallharte Auslese: Up or out, grow or go

Auf welchem Wege auch immer die Neuen den Einstieg bei einem Topconsultant finden: Gut müssen sie sein. Vor allem McKinsey und BCG buhlen mit vollem Körpereinsatz um die Besten. McKinsey plant für dieses Jahr in Deutschland bis zu 240 Neueinstellungen (bei 1200 Beratern), Konkurrent BCG etwa 220 (bei 980 Consultants). Regelmäßig verbeißt sich das Duo in einen Streit um die so genannte cross-offer-win-rate: zu wie viel Prozent sich Talente mit Angeboten beider Firmen für McKinsey oder eben BCG entscheiden.

Die Neuen erwartet eine knallharte Auslese. Nach den Prinzipien up or out (rauf oder raus) und grow or go (wachse oder weiche). Sprich: Wer in seiner Entwicklung stagniert, hat keine lange Restlaufzeit. Bis zur höchsten Hierarchiestufe Director schafft es bei McKinsey nur jeder fünfte Novize. Der Rest muss früher gehen oder geht freiwillig.

McKinsey lässt die Abgänger aber nicht fallen. Die Firma unterhält ein weltumspannendes Netz aus Ehemaligen (mittlerweile mehr als 25.000) und hilft bei der Anschlusskarriere. Viele Alumni haben nach ihrem Ausscheiden attraktive Führungspositionen in Wirtschaft und Politik besetzt. Konkurrent BCG, der viel später mit der Netzpflege begonnen hat, führt knapp 13.000 Ex-Berater in seinen Alumni-Listen.

Wollen McKinsey & Co. bestimmte Consultants unbedingt halten, müssen die Beratungen immer mehr bieten. Längst sind auch die notorischen Vielarbeiter von einer besseren work-life-balance beseelt. Bei vielen Beraterfirmen können die Mitarbeiter ein längeres Sabbatical in Anspruch nehmen. McKinsey zum Beispiel offeriert seinen Beratern eine Auszeit von bis zu drei Monaten im Jahr: für individuelle Freizeitinteressen - und um ihre Persönlichkeit weiter zu entwickeln.

Was in einer Branche, die im Ruf steht, uniforme Effizienzfanatiker auszubilden, sicher nicht schaden kann.

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Mehr über McKinseys Welt lesen Sie im Heft ab Seite 28.










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