Mittwoch, 19. Dezember 2018

Krauss-Maffei Wegmann Siemens verkauft Anteil an Panzerschmiede

Leopard-Panzer von Krauss-Maffei Wegmann: Panzerschmiede wieder im alleinigen Besitz der Wegmann-Gruppe

Siemens verkauft seinen 49-Prozent-Anteil an dem Leopard-Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann an die Wegmann-Gruppe, die bereits 51 Prozent des Rüstungsunternehmens besitzt. Wegmann ist damit alleiniger Eigentümer der größten Panzerschmiede Europas. Der Kaufpreis ist geheim.

München - Der Elektrokonzern Siemens trennt sich nach knapp zehn Jahren von seinem Anteil am Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW). Der Konzern verkaufe seine 49-Prozent-Beteiligung an der Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG (KMW) an die Wegmann Gruppe, der bisher schon 51 Prozent von KMW gehörten, teilte Siemens am Freitag mit.

Der Konzern hatte die Minderheitsbeteiligung an KMW im Frühjahr 2001 im Zuge der Atecs-Mannesmann-Transaktion erworben. KMW baut unter anderem zusammen mit Rheinmetall den Kampfpanzer Leopard und den neuen Schützenpanzer Puma. Mit der Transaktion konzentriere sich Siemens weiter auf seine Kernsektoren Industrie, Energie und Gesundheit, sagte Finanzchef Joe Kaeser.

Bereits vor zehn Jahren, also noch vor der Übernahme des Anteils, hatte der damalige Siemens Chef Heinrich von Pierer angekündigt, die Beteiligung verkaufen zu wollen. "Die Wehrtechnik ist ein sensibles Geschäft", sagte ein Siemens-Sprecher mit Blick auf den langen Zeitraum. "Daher wollten wir eine dauerhaft tragfähige Lösung suchen, die allen Beteiligten gerecht wird." KMW sei für Siemens eine Kapitalbeteiligung gewesen, am operativen Tagesgeschäft habe sich der Konzern nicht beteiligt.

Über den Kaufpreis haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart. Wenn die Kartellbehörden zustimmen, soll die Transaktion im ersten Kalenderquartal 2011 abgeschlossen sein. Das Unternehmen mit Sitz in München beschäftigt eigenen Angaben zufolge mehr als 3400 Mitarbeiter überwiegend in Deutschland.

kst/rtr/dpa-afx

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