Freitag, 14. Dezember 2018

Ex-Infineon-Chef Ulrich Schumacher verlässt Chiphersteller Grace

Abschied von Grace: Ex-Infineon-Chef Ulrich Schumacher

Den Chiphersteller Infineon verließ Ulrich Schumacher 2004 im Streit - und übernahm später die Leitung des chinesischen Chipproduzenten Grace. Nach Informationen von manager magazin wird Schumacher Grace im Herbst verlassen. Einen direkten Nachfolger für ihn als CEO wird es nicht geben.

Hamburg - Nach seinem Abschied von Infineon und einer Zwischenstation bei dem Private Equity-Haus Francisco Partners übernahm Schumacher 2007 die Leitung des chinesischen Chipherstellers Grace. Sein Vertrag mit der in Shanghai ansässigen Firma läuft in diesem September aus, einen neuen Vertrag will Schumacher nicht unterzeichnen, so verlautet es aus Unternehmenskreisen.

Der Manager bleibt Grace noch ein halbes Jahr als Berater verbunden, dann kehrt er vermutlich wieder nach Europa zurück. Über die Verpflichtung Schumachers bei einem anderen Unternehmen ist noch nichts bekannt.

Einen direkten Nachfolger für Schumacher als CEO wird es nicht geben. Die Leitung von Grace übernimmt im Range eines Präsidenten der Chinese William Wang, bis vor kurzem Manager bei einer chinesischen Tochtergesellschaft des japanischen Elektronikkonzerns NEC.

Als Schumacher vor drei Jahren sein Amt als Grace-CEO antrat, stand der Halbleiterhersteller am Rande der Pleite. Dank harter Restrukturierung, zusätzlicher Eigenkapitalzufuhr durch die Alteigentümer (ein Fonds der Stadt Shanghai und mehrere andere asiatische Investoren) und einer günstigen Branchenkonjunktur erwirtschaftet Grace heute eine hohe zweistellige Umsatzrendite. Das Unternehmen macht einen Umsatz von rund 300 Millionen Dollar und beschäftigt 1700 Mitarbeiter .

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