Mittwoch, 19. Dezember 2018

Milliardenübernahme Finanzinvestor 3G kauft Burger King

Gekauft: Burger King wechselt für vier Milliarden Dollar in den Besitz des Investors 3G

Gerüchte gab es bereits, jetzt ist es offiziell: Die Fast-Food-Kette Burger King wird vom Finanzinvestor 3G Capital übernommen. Der Deal hat ein Volumen von vier Milliarden Dollar - die Aktionäre von Burger King erhalten einen Aufschlag von mehr als 40 Prozent.

New York - Der Finanzinvestor 3G Capital verleibt sich die zweitgrößte US-Fastfood-Kette Burger King ein. Die Übernahme des härtesten Rivalen von Branchenprimus McDonald's lässt sich die Beteiligungsgesellschaft vier Milliarden Dollar kosten. Die Aktionäre bekommen 24 Dollar pro Anteil in bar ausgezahlt, teilte 3G Capital am Donnerstag mit. Das entspreche einem Aufschlag von 46 Prozent des Aktienkurses im Vergleich zum Wochenbeginn.

Auch die Schulden des Unternehmens werden übernommen. Das Geschäft soll noch in diesem Jahr unter Dach und Fach gebracht werden. Die Großaktionäre TPG Capital, Goldman Sachs Capital Partners und Bain Capital Investors - die rund 31 Prozent an Burger Kind halten - haben bereits zugestimmt. Burger King hat die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit auf dem Heimatmarkt stärker zugesetzt als Rivalen wie McDonald's Börsen-Chart zeigen.

Die Fastfood-Kette mit ihrem Verkaufsschlager Whopper zählt vor allem junge Männer zu ihren Kunden, die besonders stark vom Stellenabbau in der Industrie betroffen sind. Das Unternehmen war erst vor vier Jahren an die Börse gegangen. Der Ausgabekurs hatte damals 17 Dollar je Aktie betragen. Nach Bekanntwerden der Übernahme legten die Papiere um mehr als 23 Prozent auf 23,25 Dollar zu, nachdem sie bereits am Mittwoch um knapp 15 Prozent zugelegt hatten.

cr/reuters

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