Mittwoch, 19. Dezember 2018

Novartis Kauf des Alcon-Pakets abgeschlossen

Novartis: Ein weiterer Schritt zur Übernahme des Augenmedikamenteherstellers Alcon ist getan

Novartis hat den Anteilskauf des Augenmittelspezialisten Alcon abgeschlossen. Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé verkaufte 52 Prozent seines Aktienpakets an das Schweizer Pharmaunternehmen, das somit jetzt 77 Prozent des US-Konzerns Alcon besitzt.

Zürich - Der Schweizer Pharmariese Novartis hat einen weiteren wichtigen Schritt zur Übernahme des Augenheilkunde-Weltmarktführers Alcon gemacht. Der Baseler Konzern schloss den Kauf eines zweiten Alcon-Pakets über 52 Prozent vom Lebensmittelkonzern Nestlé ab. Insgesamt besitzt Novartis nun 77 Prozent des US-Konzerns, nachdem die Baseler bereits 2008 eine erste Tranche von Nestlé Börsen-Chart zeigen übernommen hatten.

Novartis legte für die Beteiligung insgesamt 38,7 Milliarden Dollar auf den Tisch. Die Alcon-Minderheitsaktionäre will Novartis wie bereits früher angekündigt separat abfinden. Im Tausch für eine Aktie bietet ihnen der Arzneimittelhersteller unverändert 2,8 Novartis-Titel an. Das entspricht zu aktuellen Kursen rund 141 Dollar je Alcon-Aktie und liegt deutlich unter den 168 Dollar, die Nestlé erhielt.

Novartis wird Alcon in der Konzernrechnung 2010 voll konsolidieren. Basierend auf einer Neubewertung des ersten Alcon-Pakets stellte der Konzern für das laufende Jahr einen Buchgewinn von rund 200 Millionen Dollar in Aussicht. Auf den Gewinn je Aktie werde sich der Zukauf in diesem und im nächsten Jahr und 2011 kaum auswirken.

Nestlé will den Kauferlös für seinen Alcon-Anteil zur Tilgung seiner Schulden verwenden, die sich Ende Juni auf 29,6 Milliarden Franken beliefen.

sk/reuters

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