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21.07.2010
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Telekom
Telekom will Apple und Google zur Kasse bitten

Von Simon Hage

Telekom-Chef Obermann: Märkte erschließen, ohne ein eigenes Netz zu kaufen
ddp

Telekom-Chef Obermann: Märkte erschließen, ohne ein eigenes Netz zu kaufen

Telekom-Chef René Obermann will weitere Länder über eigene Internetprodukte erschließen. "Diese smarte Expansion ziehen wir milliardenschweren Zukäufen vor", sagte Obermann im Interview mit manager magazin. Zudem sollen Anbieter von datenintensiven Diensten wie Apple oder Google künftig stärker für das Netzangebot zahlen.

Hamburg - Die Deutsche Telekom will künftig vor allem mit eigenen Internetprodukten in neue Auslandsmärkte expandieren. So könne der Bonner Konzern weitere Märkte erschließen, ohne ein eigenes Netz zu kaufen, sagte Telekom-Chef René Obermann im Interview mit manager magazin, dessen neue Ausgabe ab Freitag (23. Juli) im Handel erhältlich ist.

"Diese smarte Expansion ziehen wir milliardenschweren Zukäufen vor", sagte Obermann. Kleinere Akquisitionen, etwa im Internetbereich, seien für die Deutschen Telekom Chart zeigen indes weiterhin denkbar.

In Zukunft sollen beispielsweise die Produkte der konzerneigenen Load-Familie - Musik, Spiele, Filme und Software zum Herunterladen - sowie die Angebote der Scout-24-Gruppe verstärkt im Ausland angeboten werden. Das Autoportal AutoScout 24 ist bereits heute in 18 Ländern aktiv. In Russland hat die Telekom unlängst ein Joint Venture mit einem Online-Anbieter gegründet.

Überdies kündigte Obermann neue Geschäftsmodelle für das mobile Internet an. Das könnte Anbieter wie Google oder Apple Chart zeigen betreffen, die das Mobilfunknetz bislang weitgehend kostenlos für ihre datenintensiven Dienste nutzen: "Ein gut gemachtes Netzangebot ist am Ende auch kostenpflichtig", erklärte Obermann.

Wenn die Telekom besondere Netzsicherheit oder höchste Übertragungsqualität zum Beispiel für Musik oder Video biete, müsse dies laut Obermann "auch differenziert bepreist werden". Entsprechende Diskussionen mit Dienste-Anbietern wie Google Chart zeigen seien angestoßen.

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