Montag, 19. Februar 2018

Mobiles Internet  Die bemerkenswerte zweite Gründer-Chance

Smartphones im Trend: Das mobile Internet hat ein extrem hohes Marktpotential

2. Teil: Neue technische Möglichkeiten, neue Unternehmen

All diese Applikationen zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Großen und Ganzen lediglich den ortsunabhängigen Zugriff auf die Internetseite erlauben. Über solche mobilen Applikation hinaus, die auf einem bereits bestehendem Geschäftskonzept basieren, bieten sich den Unternehmen durch die mobile Revolution aber auch zunehmend Möglichkeiten zur Entwicklung von wirklich innovativen, neuen Konzepten.

So haben Tom Engel, Felix Schul, Frank Schleimer und Felix Gillen das Unternehmen Coupies gegründet. Das Unternehmen bietet standortbezogen Gutscheine über eine mobile App an. Hierfür nutzt das Unternehmen die GPS-Ortung. Coupies nutzt damit die Besonderheiten des mobilen Webs und darf zu den erfolgreichsten deutschen Internet Startups der vergangenen Jahre gezählt werden.

Ein weiteres Beispiel findet sich mit dem mobilen Marktplatz Shopgate. Die App bietet dem Nutzer die Möglichkeit, den Barcode eines beliebigen Produktes zu scannen und nach günstigeren Angeboten auf der Internetseite von Shopgate zu suchen. Dem Netzwerk von Shopgate sind mittlerweile 50 Online-Shops angeschlossen, so dass auf über 2 Millionen verschiedene Produkte zugegriffen werden kann. Das Unternehmen betreibt damit den ersten mobilen Marktplatz im Internet und hat somit eine neue Geschäftsidee auf den Möglichkeiten des mobilen Internets entwickelt.

Virtuelle Möbel in der realen Wohnung

Ein weiterer reizvoller Trend bei mobilen Applikationen ist zurzeit die Erweiterung der Realität, auch Augmented Reality genannt. So hat vor kurzem IKEA eine mobile Applikation entwickelt, die es dem Kunden ermöglicht, Möbel mit Hilfe des mobilen Endgeräts in der eigenen Wohnung zu platzieren. Dabei nutzt der Kunde die Kamera des Geräts und kann in Echtzeit die virtuellen Möbel in der eigenen realen Wohnung nach seinen Wünschen platzieren und sich so einen Eindruck davon verschaffen, wie verschiedene Möbelstücke in der eigenen Wohnung wirken.

Die Beispiele machen deutlich, dass von der Entwicklung des mobilen Internets sowohl bereits am Markt operierende Unternehmen als auch neu gegründete Unternehmen profitieren können. Den letzteren Fall kann man dabei durchaus auch als M-Entrepreneurship bezeichnen. Unternehmen, die ein Engagement in diesem Bereich in Erwägung ziehen, sollten allerdings in jedem Fall vorab die Erfolgsfaktoren des M-Commerce beachten, die sich je nach Geschäftsmodell unterscheiden können.

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