Samstag, 24. Juni 2017

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Eine Stunde mit Peter Drucker Was haben Sie im Leben Besonderes vor?

Managementlegende Peter Drucker: Anspruchsvoller Lebensplan

Wie erklären sich die Lebensleistungen von Warren Buffett, Herbert von Karajan, Bill Gates oder Hillary Clinton? manager magazin Online präsentiert Auszüge aus dem Bestseller "Management - Von den Besten lernen". Lesen Sie im siebten Teil, wie Managementlegende Peter F. Drucker versuchte, das Außergewöhnliche zu schaffen.

Was wird Ihr wichtigster Beitrag sein? Womit wollen Sie in Erinnerung bleiben? In diesem Kapitel geht es um zwei ganz zentrale Fragen, die Sie nur für sich selbst beantworten können. Es sind wertvolle Fragen, weil sie Sie dazu bringen, sich als die Person zu sehen, die Sie werden können. Für Peter Drucker (1909-2005) war die Frage "Womit willst du in Erinnerung bleiben?" die Frage, die Selbsterneuerung ins Leben bringt. Er stellte sich diese Fragen immer wieder über sein gesamtes Leben hinweg. Anstelle langer Ausführungen finden Sie in diesem Kapitel ein paar wenige Hintergründe zum größten Managementdenker unserer Zeit und ein Beispiel aus der Praxis, das mehr sagt als tausend Worte.

Von vielen wird Peter Drucker als der Erfinder des Managements gesehen, so auch zu lesen in den renommiertesten Medien, darunter The Economist, Forbes, Business Week und The Wall Street Journal. Eine Bezeichnung, die Drucker so nie akzeptiert hat, auch wenn er zum Ende seines Lebens hin weniger vehement widersprach. Er selbst sagte zu diesem Thema sinngemäß einmal, dass man, wenn man den Erfinder des Managements benennen wollte, den CEO von Pyramids Inc. auswählen müsste, also denjenigen, der 2600 v. Chr. den Bau der Cheops-Pyramide gemanagt hat. Von niemandem wurde Management erfunden, es ist eine Leistung der Menschheit. Drucker hat Management als Erster formuliert. Das allerdings tat er wie kein Zweiter.

Er selbst bezeichnete sich auch nur als "Schriftsteller", ein doch bemerkenswertes Selbstverständnis in der charakteristischen Bescheidenheit des Mannes, den man guten Gewissens als den größten Managementdenker aller Zeiten bezeichnen darf. Drucker verfasste weit über 30 Hauptwerke als Autor und schrieb unzählige Beiträge für die renommiertesten Adressen wie The Wall Street Journal, Harvard Business Review und The Economist. Im Jahr 2002 wurde er mit der Presidential Medal of Freedom geehrt, die ihm Präsident George W. Bush überreichte.

Management als eigenständige Disziplin

Seine Leistung kann man gar nicht hoch genug einstufen. Vor Druckers Büchern gab es praktisch nichts zum Thema Management. Nach seinen zwei ersten Büchern, "The End of Economic Man" von 1939 und "The Future of Industrial Man" von 1942, die politische und gesellschaftliche Analysen mit der Frage nach einer gesunden, funktionierenden Gesellschaft in den Mittelpunkt rückten, folgte 1946 das Buch "Concept of the Corporation". Dieses Werk fand vor allem deswegen weithin große Anerkennung, weil es erstmals Management als eigenständige Disziplin und als Untersuchungsgegenstand etablierte.

Druckers Werk umspannt rund 65 Jahre und deckt alle Facetten des komplexen Feldes Management ab: das Individuum, die Organisation und die Gesellschaft. Erst die Zusammenführung und Einbeziehung aller drei Aspekte führt zu einem Gesamtverständnis des Managements. Gleichzeitig kann eine gesunde, funktionierende Gesellschaft nur verstanden werden, wenn man Management in seiner Funktion, Bedeutung und Wirkungsweise versteht.

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