Mittwoch, 14. November 2018

Unternehmenskultur Wenn alle mitmachen sollen 

Mannschaftssport schweißt zusammen: Auch eine lebendige Unternehmenskultur kann das Betriebsklima erheblich verbessern

Zur Weltmeisterschaft hat das manager magazin eine Serie darüber gestartet, was Chefs von den Fußballprofis lernen können. Im letzten Teil zeigen die Autoren, was sich Manager zur Pflege der Unternehmenskultur vom VfL Bochum abschauen sollten.

Im Unterschied zu den bereits beschriebenen Feldern Struktur, Führung und Management können Unternehmen hier bislang noch kaum etwas vom Profifußball lernen. Das Thema Vereinskultur wird, obwohl für jeden Proficlub reichhaltige und enorm interessante wirtschaftliche Optionen bestünden, momentan noch vollkommen unzureichend ausgereizt. Dass sich beispielsweise der VfL Bochum im Jahr 2008 als einer der wenigen Profivereine mit seinem Leitbild auseinandersetzte und dafür in der Presse auch noch breit verspottet wurde, ist in dieser Hinsicht bezeichnend - auch wenn sich die Bochumer in diesem Fall vielleicht strategisch etwas geschickter hätten vorgehen können.

Es wird sehr schnell klar, dass Unternehmen wie beispielsweise die BUW Unternehmensgruppe, nach eigenen Angaben Qualitätsführer der Customer Care Branche, mit ihrem Konzept des unternehmenseigenen Fußballclubs "F.C. Real" auf diesem Gebiet ganz erheblich mehr zu bieten haben.

Wie in den Bereichen Struktur, Führung und Management geht es auch in der Unternehmenskultur darum, die Balance zwischen widersprüchlichen Mustern zu halten: Die Theorie offener und geschlossener Unternehmen. Die Theorie beschreibt Unternehmen als Mischungen von offenen und geschlossenen Elementen und zeigt auf, zu welchen positiven und negativen Konsequenzen die jeweiligen Elemente führen. So kann man beispielsweise im Sinne einer Öffnung eines Unternehmens stark die Handlungspositionen des Einzelnen betonen und den Mitarbeitern viel Entscheidungsautonomie und Spielraum für die Individualität gewähren.

Als Resultat werden sich dann zwar die entsprechenden positiven Effekte zeigen: höhere Innovation sowie niedrigere Fehlzeiten und Fluktuation. Dummerweise können sich aber parallel Egoismen und Unkoordiniertheit zunehmen und sich in einer reduzierten organisationalen Effizienz widerspiegeln.

Schraubt man, um beim Beispiel zu bleiben, die Bedeutung des Individuums im Unternehmen zugunsten einer stärkeren Betonung des Kollektivs zurück, so wird sich das zwar in einer größeren Stabilität und Zuverlässigkeit der Ergebnisse niederschlagen, jedoch parallel über den von den Mitarbeitern wahrgenommenen Zwang und die Einengung die entsprechenden negativen Konsequenzen mit sich bringen.

Innovative Unternehmenskultur und erfolgsorientierte Mitarbeiterführung

Doch es gibt Möglichkeiten, diesen Bann zu durchbrechen. Es gibt ein Unternehmen, welches Ideen aus dem Fußball zentral in seine Unternehmenskultur einbettet. Das Konzept der innovativen Unternehmenskultur und erfolgsorientierten Mitarbeiterführung in der BUW Unternehmensgruppe wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie zum Beispiel mit dem European Call Centre Award 2006 in der Kategorie "Best Contact Centre Culture" oder jüngst im Jahre 2009 durch den Top-100-Kategoriesieg für die "Beste Unternehmenskultur und Kommunikation" sowie 2010 mit dem zweiten Platz im "Top Job Wettbewerb" 2010 um Deutschlands beste Arbeitgeber.

Entgegen der Entscheidung zahlreicher Unternehmen, in schwierigen Märkten mit hartem Wettbewerb und geringen Margen den Fokus darauf zu legen, Kosten einzusparen, setzt BUW auf sein Team und dessen Kultur. Die Frage, die zur Entstehung eines eigenen Fußballclubs führte, lautete: Wie bekommt man Wachstum, Mitarbeitermotivation, Image und Unternehmenskultur unter einen Hut? Und was sind die Tugenden, die für das Unternehmen BUW stehen?

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