Samstag, 24. Juni 2017

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Eine Stunde mit Warren Buffett Wirksames Management verlangen

Wie erklären sich die beeindruckenden Lebensleistungen so unterschiedlicher Menschen wie Warren Buffett und Herbert von Karajan, Bill Gates oder Hillary Clinton? manager magazin Online präsentiert Auszüge aus dem Bestseller "Management - Von den Besten lernen". Lesen Sie im vierten Teil, wie Warren Buffett mit einem denkbar kleinen Team einen Weltkonzern lenkt.

Was ist wirksames Management? Auf jeden Fall mehr als nur eine Sammlung von Techniken und Werkzeugen - so notwendig und nützlich diese auch sein mögen. Aus dem Rückblick auf vergangene Erfolge und Schwierigkeiten im Management können wir lernen, dass es vor allem auf einige wenige unverzichtbare Prinzipien ankommt. Wer diese versteht und sich an ihnen orientiert, wird leistungsfähiger sein und bessere Ergebnisse erzielen:

  1. Im Management geht es um Menschen. Die Aufgabe des Managements ist es, Menschen in die Lage zu versetzen, gemeinsam Leistungen zu erbringen. In diesem Prozess werden vorhandene Ressourcen (insbesondere Wissen) in Nutzen für den Kunden verwandelt. Eines der zentralen Ziele dabei ist, die Menschen so an diesem Prozess zu beteiligen, dass ihre Stärken voll zum Tragen kommen, ihre Schwächen hingegen irrelevant werden.
  2. Jede Organisation braucht die Verpflichtung auf gemeinsame Ziele und Werte. Die Business Mission der Organisation muss ein klares Bild von dem vermitteln, wofür das Unternehmen steht. Die Ziele, die zur Erfüllung der Business Mission gesetzt werden, müssen klar, einfach und verbindlich sein. Das Management muss diese Werte und Ziele nicht nur sorgfältig erarbeiten und festsetzen, sondern sie auch selbst vorleben.
  3. Wo wirksames Management umgesetzt wird, tun Manager auf der ganzen Welt so ziemlich genau das Gleiche. Genauer gesagt: Was sie tun, ist das Gleiche, die Art und Weise, wie sie es tun, kann jedoch sehr unterschiedlich ausfallen. Dementsprechend lautet daher die Aufgabe des Managements, sich die spezifische Kultur des jeweiligen Landes nutzbar zu machen, wenn Menschen wirksam in eine gemeinsame Organisation integriert werden sollen, es wäre aber falsch, in jedem Land Management neu zu erfinden.
  4. Das Management muss es sowohl dem Unternehmen als Ganzes als auch jedem einzelnen Mitarbeiter im Unternehmen ermöglichen, kontinuierlich zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Lernen und Weiterentwicklung müssen immer und auf allen Ebenen stattfinden - dieser Prozess ist nie abgeschlossen.
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    Frank Arnold:
    "Management - Von den Besten lernen";

    Hanser Fachbuchverlag, 431 Seiten, März 2010, 24,90 Euro.

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  5. Das Wissen und die Fähigkeiten der Menschen, die in einer Organisation arbeiten, sind genauso unterschiedlich und vielfältig wie die Tätigkeiten, die sie ausführen. Kommunikation und individuelle Verantwortung sind deshalb tragende Elemente, die das Funktionieren der Organisation sicherstellen. Jeder Mitarbeiter muss seine Beiträge und Ziele durchdenken und dafür sorgen, dass seine Kollegen diese Ziele kennen und wissen, was zu ihrer Erreichung von ihnen benötigt wird. Umgekehrt muss auch der Mitarbeiter sich seinerseits überlegen, was er zur Erreichung der Ziele seiner Kollegen beitragen muss.
  6. Das Management muss auf weit mehr als nur auf die Bilanz schauen. Ganz wesentlich sind die Position auf dem Markt, die Innovationsfähigkeit, die Produktivität, die Mitarbeiterqualität und natürlich auch finanzielle Kennzahlen, wobei finanzielle Größen aber eher an letzter Stelle stehen als an erster. Viele dieser Faktoren können nicht gemessen und in absoluten Zahlen angegeben werden, dennoch muss man lernen, sie richtig einzuschätzen.
  7. Das Wichtigste kommt zum Schluss: Oberstes Ziel ist und bleibt ein zufriedener Kunde. Ein wenig zugespitzt könnte man sagen, dass Ergebnisse nur außerhalb des Unternehmens existieren, innerhalb des Unternehmens existieren nur Kosten.

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