Dienstag, 11. Dezember 2018

Einstieg bei Tesla Toyota entwickelt in den USA Elektroautos

Toyota steigt mit 50 Millionen Dollar beim US-Elektroautospezialisten Tesla ein. Gemeinsam wollen beide Unternehmen in Kalifornien Elektroautos bauen. Erste Fahrzeuge sollen 2012 vom Band rollen, langfristig könnten 10.000 Arbeitsplätze entstehen.

Hamburg - Der weltgrößte Autobauer Toyota Börsen-Chart zeigen will gemeinsam mit dem amerikanischen Unternehmen Tesla Motors Elektroautos für den US-Markt entwickeln und produzieren. Wie der von einer Pannenserie geplagte japanische Branchenprimus am Donnerstag (Ortszeit) in den USA auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im kalifornischen Palo Alto bekanntgab, sollen die Fahrzeuge in einer kürzlich stillgelegten Fabrik in Kalifornien gebaut und 2012 auf den Markt gebracht werden.

Elektoauto von Toyota: Die Japaner wollen die neue Technologie künftig auch in den USA vorantreiben
Toyota werde 50 Millionen Dollar in den ortsansässigen Elektroautohesteller investieren und gemeinsam Autos entwickeln und Unterstützung bei Fertigungssystemen leisten, hieß es.

Nach Angaben von Tesla-Chef Elon Musk wird in der Fabrik in Fremont eine jährliche Produktion von 20.000 Autos angestrebt. Anfangs sollen 1000 Mitarbeiter beschäftigt werden. Langfristig sei jedoch die Schaffung von 10.000 Arbeitsplätzen geplant. Nach seinem kommerziellen Erfolg mit Hybrid-Autos wie dem Prius will Toyota mit der Kooperation nicht nur sein Engagement bei umweltfreundlichen Autos vorantreiben. Branchenbeobachter sehen dahinter auch Toyotas Versuch, sein angeschlagenes Image auf dem US-Markt aufzupolieren.

Toyota hatte nach einer beispiellosen Pannenserie weltweit mehr als acht Millionen Autos zurückrufen müssen, um Gaspedale und Fußmatten in den Fahrzeugen richten zu lassen. Drei von vier betroffenen Autos sind in den USA zugelassen. Wegen kurzzeitig aussetzender Bremsen mussten außerdem fast eine halbe Million Hybridautos in die Werkstätten zurück.

Zudem musste der japanische Autokonzern in dieser Woche den Rückruf von weltweit weiteren 11.500 Lexus-Modelle wegen Problemen mit der Lenkung bekanntgeben.

Das Geschäft soll unmittelbar nach dem mit Spannung erwarteten Börsengang des Daimler-Partners Tesla abgeschlossen werden. Tesla-Chef Elon Musk sagte, die Investition sei eine Geste der Unterstütung. Daimler habe dem Geschäft zugestimmt. Toyota-Aktien gaben in einem schwachen Börsenumfeld 2,5 Prozent nach. Daimler Börsen-Chart zeigen entwickelt mit Tesla unter anderem Fahrzeug-Batterien auf Lithium-Ionen-Basis.

manager magazin mit Material von dpa und reuters

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