Dienstag, 26. März 2019

United Continental Die weltgrößte Airline entsteht

Die US-Fluggesellschaften United und Continental schließen sich zur weltgrößten Airline zusammen. Die bereits vor zwei Jahren geplante Fusion gelingt im zweiten Anlauf, sofern die Kartellbehörden zustimmen. Beide Unternehmen sind Partner der Lufthansa im Bündnis Star Alliance.

New York - Geplant sei "eine Fusion unter Gleichen", teilten beide Konzerne am Montag mit, wobei United faktisch Continental für 3,2 Milliarden Dollar in Aktien übernimmt. Entstehen soll ein Unternehmen mit rund 29 Milliarden Dollar Umsatz, etwa 90.000 Mitarbeitern und knapp 700 Flugzeugen. Damit überflügeln die beiden Airlines den Weltmarktführer und heimischen Rivalen Delta bei Umsatz und Passagierzahlen. Durch den Zusammenschluss sollen pro Jahr bis zu 1,2 Milliarden Dollar eingespart werden.

Gute Ergänzung: United fliegt viele Verbindungen nach Asien, Continental nach Europa und Lateinamerika
[M] DPA; Reuters
Gute Ergänzung: United fliegt viele Verbindungen nach Asien, Continental nach Europa und Lateinamerika
Bisherige United-Aktionäre sollen nach dem Zusammenschluss etwa 55 Prozent der Anteile an der neuen Firma halten. Die Übernahme erfolgt über einen Aktientausch, Geld fließt keines. Die Fusion soll laut "New York Times" bis zum vierten Quartal des Jahres abgeschlossen sein. Die neue Gesellschaft soll United Continental Holdings heißen und ihren Hauptsitz wie United in Chicago haben. Chef wird Jeff Smisek von Continental Börsen-Chart zeigen.

Continental und United sind Mitglieder im Luftfahrtbündnis "Star Alliance", dem auch die Lufthansa Börsen-Chart zeigen angehört. Der Zusammenschluss der United Airlines beziehungsweise ihrer Holding UAL Börsen-Chart zeigen mit Continental Airlines hatte sich schon seit längerem abgezeichnet. Immer wieder waren Details der Verhandlungen in Medienberichten an die Öffentlichkeit gelangt. United hatte erst im vergangenen Monat Fusionsverhandlungen mit US Airways abgebrochen.

Gemessen an den geflogenen Passagiermeilen wäre die fusionierte Gesellschaft um 8 Prozent größer als US-Wettbewerber Delta Air Lines Börsen-Chart zeigen und käme in den USA auf einen Marktanteil von 21 Prozent. Zusammen befördern die Gesellschaften im Jahr 144 Millionen Passagiere zu 370 Zielen in 59 Ländern. Continental Airlines ist bislang die weltweit fünftgrößte Fluggesellschaft mit rund 43.000 Mitarbeitern und 12,5 Milliarden Dollar Jahresumsatz. United Airlines ist die Nummer Drei in den USA, beschäftigt 46.000 Mitarbeiter weltweit und setzte 2009 etwa 16,3 Milliarden Dollar um. Beide Airlines haben nach früheren Angaben keine Überlappungen bei ihren Drehkreuzen und auch nicht bei ihren zehn wichtigsten einheimischen Nonstop-Flügen.

Scheitern könnte der Deal jetzt noch unter anderem am Veto der Wettbewerbshüter. Experten erwarten, dass sie die Fusion durchwinken. Allerdings müsste sich die neue Airline wohl von einigen Routen oder Geschäftsbereichen trennen. United fliegt 100 Orte an, die Continental nicht im Programm hat, Continental bedient 136 Ziele, die United nicht anfliegt. United ist stark bei Verbindungen nach Asien, Continental bei Verbindungen nach Europa und Lateinamerika.

Die Branche erholt sich allmählich von den Folgen der Wirtschaftskrise, die zum Einbruch des Passagier- und Frachtgeschäfts geführt hatte. Den traditionellen Fluggesellschaften machte das schlechte Business-Class-Geschäft und die Konkurrenz von Billigfliegern zu schaffen. Allein 2009 flogen die Airlines dem Brancheverband IATA zufolge weltweit elf Milliarden Dollar Verlust ein.

Branchenkenner halten eine Fusion schon deshalb für sinnvoll, weil dadurch allein auf dem US-Markt mit seinen jährlich 700 Millionen Fluggästen nun wohl Überkapazitäten abgebaut würden. Hohe Spritpreise und in der Wirtschaftskrise eingebrochene Passagierzahlen hatten die Konsolidierung in der zersplitterten Branche angestoßen. Der US-Flugmarkt ist hart umkämpft, eine Fusion und damit das Ausscheiden eines Wettbewerbers könnte den Gesellschaften die Chance eröffnen, ihre Ticketpreise zu erhöhen.

Jüngst erst hatten sich British Airways Börsen-Chart zeigen und die spanische Iberia zur nach Umsatz weltweiten Nummer Drei zusammengeschlossen. Lufthansa Börsen-Chart zeigen hat sich mit der Übernahme von Swiss, Austrian, Brussels und British Midland hochgearbeitet, während Air France Börsen-Chart zeigen die niederländische KLM geschluckt und sich mit der neuen Alitalia verbündet hat. Für BA und Iberia ist die Fusion nur ein Schritt hin zu einer Dreierallianz mit dem Partner American Airlines im Konkurrenzbündnis der Star Alliance, Oneworld. Sie wollen von der Liberalisierung der Transatlantikflüge profitieren.

manager magazin mit Material von reuters, afp, dpa-afx und ddp

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