Autoindustriemanager magazin RSS  - Autoindustrie

Alle Artikel und Hintergründe


12.02.2010
Twitter GooglePlus Facebook

Staatshilfen
Berlin zweifelt an Opel-Sanierung

Die Bundesregierung zweifelt angeblich nachhaltig am Sanierungsplan von General Motors für Opel. Es bestehe die Gefahr, dass die geforderten Staatshilfen in die USA abflössen, heißt es einem Bericht zufolge. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat die EU aufgefordert, mögliche Hilfen streng zu prüfen.

Hamburg - Das Bundeswirtschaftsministerium hat einem Bericht zufolge erhebliche Zweifel am Sanierungsplan für den kriselnden Autobauer Opel. "Die Tragfähigkeit ist fraglich", zitierte DER SPIEGEL am Freitag vorab aus einer internen Bewertung des Ministeriums. Der geplante Stellenabbau sei "nur bedingt nachvollziehbar".

"Schluss mit lustig": Die Bundesregierung ist über die GM-Pläne für Opel nicht amüsiert
Zur Großansicht
DPA

"Schluss mit lustig": Die Bundesregierung ist über die GM-Pläne für Opel nicht amüsiert

Zudem bestehe die Gefahr, das mögliche Staatshilfen für Opel in die USA abflössen, etwa in Form von Lizenzgebühren, die Opel an den US-Mutterkonzern General Motors (GM) zahlen müsse. "Ein Abschottungskonzept wird nicht vorgelegt", zitierte das Magazin aus dem internen Dokument.

Opel hatte diese Woche seinen Sanierungsplan vorgelegt, der einen Abbau von europaweit 8300 Stellen und die Schließung des Werks im belgischen Antwerpen vorsieht. In Deutschland sollen über 3900 Jobs gestrichen werden, der Großteil am Standort Bochum. Opel plant für sein Sanierungskonzept staatliche Hilfe von 2,7 Milliarden Euro ein. 1,5 Milliarden Euro davon sollen aus Deutschland kommen.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) forderte indes die EU zu einer strengen Prüfung möglicher Hilfen für Opel auf. Er habe den Vizepräsidenten der EU-Kommission, Joaquín Almunia, gebeten, "kritisch zu untersuchen, ob das Unternehmenskonzept tragfähig ist und ob Wettbewerbsverzerrungen in Europa ausgeschlossen werden können", sagte Brüderle der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe).

Bevor der Bund das Sanierungskonzept und den Finanzierungsplan von (GM) bewerte, sei die EU am Zuge. Auf diesen Fahrplan habe sich Deutschland mit der Kommission und den anderen Mitgliedsstaaten verständigt.

Die Erfolgsaussichten eines Antrags von GM auf Staatshilfen für Opel bewertete Brüderle nicht direkt. Der Wirtschaftsminister sagte lediglich, GM habe "wie jedes andere Unternehmen auch" das Recht, Staatshilfen zu beantragen. Ein rechtlicher Anspruch auf Hilfen vom Staat bestehe aber nicht.

manager magazin mit Material von afp

Zur Startseite
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • deli.cio.us
  • Pinterest

© manager magazin online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH



Hintergründe, Artikel, Fakten

finden Sie auf den Themenseiten zu ...










Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarife:
Finden Sie den passenden Tarif