Mittwoch, 25. Mai 2016

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Porsche Katar kauft 50 Prozent der VW-Vorzüge

Das Emirat Katar engagiert sich nach Informationen von manager magazin weit stärker bei Volkswagen als bisher bekannt. Im Zuge der angestrebten Fusion des Wolfsburger Autobauers mit Porsche wird der Ölstaat die Hälfte der VW-Vorzugsaktien übernehmen. Für das Gesamtpaket zahlt Katar gut sieben Milliarden Euro.

Hamburg - Das Emirat Katar wird künftig weit mehr Volkswagen-Aktien halten als bislang bekannt. Katar wird Porsche nicht nur Optionen auf 17 Prozent der Stammaktien Börsen-Chart zeigen abkaufen, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (21. August) im Handel erhältlich ist. Die Porsche SE Börsen-Chart zeigen habe den Arabern zusätzlich auch Optionen auf 50 Prozent der stimmrechtslosen Vorzugsaktien Börsen-Chart zeigen verkauft, heißt es in Finanzkreisen.

Sieben Milliarden Euro für VW-Aktien: Scheich Hamad bin Dschassim bin Dschaber al-Thani
Porsche und Katar hatten in der vergangenen Woche bekannt gegeben, das Emirat werde dem Autobauer fast die kompletten VW-Optionen abkaufen. Von den Vorzugsaktien war allerdings nicht die Rede gewesen. Zusätzlich erhält Katar auch noch 10 Prozent der Stammaktien an der Porsche SE. Für das Gesamtpaket zahlt das Emirat gut sieben Milliarden Euro.

Die Porsche SE hält 50,76 Prozent der Volkswagen-Stammaktien. Der Konzern hatte sich über komplexe Optionsgeschäfte verpflichtet, weitere gut 20 Prozent der Volkswagen-Stämme und 50 Prozent der Vorzugsaktien zu übernehmen. Vorstandschef Wendelin Wiedeking und Finanzvorstand Holger Härter hatten sich mit der Übernahme allerdings zu viel zugemutet. Volkswagen wird deshalb Porsche schlucken und den Stuttgarter Konzern so aus seiner Notlage befreien.

Inklusive der Lasten aus den Optionsgeschäften hatte die Porsche SE vor dem Verkauf Verpflichtungen in Höhe von etwa 23 Milliarden Euro. Für die Optionen waren in jedem Quartal 125 Millionen Euro Gebühren angefallen. Davon abziehen durfte der Konzern allerdings die Dividenden aus den VW-Anteilen.

Katar bezahlt nach Informationen aus Porsche-Kreisen je Stammaktie etwa 80 Euro und je Vorzugsaktie 63 Euro. Porsche behält allerdings 3 Prozent der Optionen auf Stammaktien. Es handelt sich ausgerechnet um die Scheine, für die Porsche beim Auslösen die höchsten Preise bezahlen muss.

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