14.08.2009
Twitter GooglePlus Facebook

Neuer Investor
Katar steigt bei Porsche und VW ein

Das Emirat Katar steigt beim Sportwagenhersteller Porsche ein und übernimmt neben 10 Prozent der Porsche-Stammaktien auch einen Großteil der VW-Optionen. Porsche erhöht damit seine freie Liquidität um rund eine Milliarde Euro. Die VW-Aktie, die zeitweise um 25 Prozent eingebrochen war, kann ihre Verluste zuletzt etwas verringern.

Stuttgart - Das Emirat Katar hat Porsche eine milliardenschwere Last von den Schultern genommen und wird neuer Großaktionär. Die Araber übernehmen Optionen auf VW-Stammaktien und kaufen den Familienaktionären 10 Prozent ihrer Porsche-Stammaktien ab, wie der Stuttgarter Autokonzern am Freitag mitteilte.

  Neuer Investor: Das Emirat Katar hat 10 Prozent der Porsche-Stammaktien erworben - und kann über Optionen 17 Prozent der VW-Stimmrechte erlangen   Scheich Hamad bin Dschassim bin Dschaber al-Thani freut sich ebenso wie Wolfgang Porsche und Porsche-Chef Michael Macht (im Großbild links) über den Abschluss
Zur Großansicht
DPA

Neuer Investor: Das Emirat Katar hat 10 Prozent der Porsche-Stammaktien erworben - und kann über Optionen 17 Prozent der VW-Stimmrechte erlangen

Scheich Hamad bin Dschassim bin Dschaber al-Thani freut sich ebenso wie Wolfgang Porsche und Porsche-Chef Michael Macht (im Großbild links) über den Abschluss

Am gesamten Porsche-Kapital wird Katar damit fünf Prozent halten. Zudem will das Emirat dem hochverschuldeten Sportwagenbauer auch einen Kredit gewähren: Teil des Katar-Engagements sei die bindende Zusage, sich mit bis zu 265 Millionen Euro an dem bestehenden - von 16 Banken zur Verfügung gestellten - Konsortialkredit zu beteiligen.

Mit dem noch von ausgeschiedenen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking eingefädelten Geschäft bekommt Porsche Barmittel von mehr als einer Milliarde Euro frei, die bisher bei den Banken als Sicherheit für die komplexen Optionsgeschäfte hinterlegt sind. "Das verbessert nicht nur die Liquiditätssituation von Porsche, sondern ist auch ein wichtiger Schritt auf dem vorgezeichneten Weg zum integrierten Automobilkonzern mit Volkswagen", sagte Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche.

Katar wird drittgrößter VW-Eigner

Erst am Donnerstag hatte Porsche mit VW vereinbart, dass der Sportwagenbauer spätestens 2011 unter das Wolfsburger Konzerndach schlüpft.

Erstmals dulden die Erben des Firmengründers damit einen familienfremden Miteigner am Stammkapital. Katar wird über die Ausübung der VW-Option zugleich neben den Familien Porsche und Piech sowie dem Land Niedersachsen drittgrößter VW-Eigner.

Katar übernehme Optionen in Höhe von rund 17 Prozent der Stimmrechte an VW, verlautete aus dem Porsche-Umfeld. Porsche hatte in den vergangenen Jahren milliardenschwere Buchgewinne mit den Aktienoptionen erzielt, die dem Sportwagenbauer einen preisgünstigen Weg zur Übernahme der Macht in Wolfsburg sichern sollten. Im Zuge der Finanzkrise wendete sich jedoch das Blatt und letztlich zwang die teils kreditfinanzierte Übernahme von VW-Aktien Porsche in die Knie.

Zur Startseite
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • deli.cio.us
  • Pinterest

© manager magazin online 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarifvergleich:
Finden Sie den passenden Tarif
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Tablet Tarifvergleich:
Surfen Sie günstiger