Sonntag, 9. Dezember 2018

Industrie 2015 Das Schlimmste kommt noch

Eine Exklusivstudie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group für manager magazin zeigt: Die aktuelle Wirtschaftskrise könnte für die deutsche Industrie noch drastischere Folgen haben als bislang angenommen.

Hamburg - Die deutsche Industrie durchleidet derzeit die tiefste Krise der bundesrepublikanischen Geschichte. Der Staat steht mit mehr als 100 Milliarden Euro an Bürgschaften, Kurzarbeitergeld und anderen Hilfsmaßnahmen bereit. Welche Unternehmen, welche Branchen soll man retten? Welche Firmen haben keine langfristige Überlebensperspektive? Opel, Schaeffler, Karmann - tagtäglich kommen neue Zweifelsfälle hinzu, die die Öffentlichkeit erregen. manager magazin wollte sich diesen Fragen fundierter widmen und bat die Boston Consulting Group (BCG) um eine detaillierte Analyse.

Schrumpfkurs: Einbruch unbekannten Ausmaßes
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Schrumpfkurs: Einbruch unbekannten Ausmaßes
Das BCG-Team um Daniel Stelter entwickelte weltwirtschaftliche Szenarien bis zum Jahr 2015 und beleuchtete die Auswirkungen auf die fünf wichtigsten deutschen Industriebranchen: Auto, Elektro, Maschinenbau, Chemie und Metallerzeugung. Die detaillierten Ergebnisse für die einzelnen Branchen veröffentlicht das manager magazin in seiner Ausgabe 5/2009, die ab Freitag (24. April) im Handel erhältlich ist.

Methode: In der derzeitigen Weltwirtschaftskrise bricht der Welthandel in einem Ausmaß ein, wie es bislang in Friedenszeiten unbekannt war. Den Exportweltmeister Deutschland - im Vergleich zu den USA, Großbritannien oder Frankreich immer noch eine industrielastige Volkswirtschaft - trifft dieser Absatzeinbruch besonders hart.

Mehr zum Thema in: manager magazin 5/2009

Industrie 2015
Schon jetzt trifft die Weltrezession deutsche Vorzeigebranchen hart. Doch das Schlimmste kommt noch: Eine Exklusivstudie zeigt, dass eine dramatische Strukturkrise bevorsteht. Lesen Sie die große Analyse im aktuellen manager magazin, Heft 5/2009, ab Seite 84.

In der Analyse des BCG-Teams spielen deshalb die Aussichten für den Export der einzelnen Branchen eine herausgehobene Rolle. Sie betrachteten eine Vielzahl von Faktoren, insbesondere die Außenhandelsabhängigkeit der einzelnen Branchen, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit, Verschiebungen bei den relativen Vorteilen im internationalen Vergleich, Anfälligkeit für protektionistische Tendenzen, die Finanzstärke der Unternehmen. Viele BCG-Branchenexperten steuerten ihr intimes Wissen über wichtige Unternehmen bei.

Um eine weitere empirische Abstützung zu erhalten, flossen die Ergebnisse einer internationalen Umfrage ein, die BCG in den vergangenen Monaten bei 439 Führungskräften durchführte; der Fokus lag auf Großunternehmen in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Japan mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Dollar.

Neue Realitäten: Die detaillierten Ergebnisse für die einzelnen Branchen veröffentlicht das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe 5/2009, die seit Freitag (24. April) im Handel erhältlich ist. Kernergebnisse der Umfrage stellt manager-magazin.de auf den nächsten Seiten vor.

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