Montag, 19. November 2018

Metro Kaufhof schließt vier Filialen

Die Kaufhof-Standorte Krefeld am Ostwall, Leipzig-Paunsdorf, Ludwigshafen und Mülheim/Ruhr werden im kommenden Jahr aufgegeben. Weitere vier - Coburg, Gießen, Wesel und Worms - stehen auf dem Prüfstand. Insgesamt sind über 600 Mitarbeiter betroffen. Die Warenhauskette Galeria Kaufhof gehört zum Handelskonzern Metro.

Köln - Die Metro-Warenhauskette Galeria Kaufhof schließt vier Filialen. "Die Marktbedingungen und das Umfeld an diesen Standorten haben sich verändert", erklärte Kaufhof-Chef Lovro Mandac am Donnerstag in Köln. "Den vier Filialen fehlt langfristig das Potenzial, profitabel zu sein."

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Die Standorte Krefeld am Ostwall, Leipzig-Paunsdorf, Ludwigshafen und Mülheim/Ruhr würden mit Auslaufen der Mietverträge im kommenden Jahr aufgegeben. Weitere vier - in Coburg, Gießen, Wesel und Worms - stünden auf dem Prüfstand. Über sie soll im Sommer endgültig entschieden werden. In den vier betroffenen Filialen arbeiten 301 Mitarbeiter.

Das Unternehmen will mit den Arbeitnehmervertretern sozialverträgliche Lösungen für sie finden. Weitere 328 Beschäftigte arbeiten in den anderen zur Disposition stehenden Standorte. Vor drei Jahren schloss Kaufhof seinen ersten Standort in Lüdenscheid. Metro Börsen-Chart zeigen unterhält 141 Warenhausfilialen in Deutschland und Belgien und beschäftigt 25.000 Mitarbeiter.

Metro-Chef Eckhard Cordes soll den Handelskonzern für den Großaktionär Haniel profitabler machen. Kaufhof zählt Cordes dabei nicht mehr zum Kerngeschäft. Metro prüft seit einem Jahr strategische Optionen, sieht sich aber nicht unter Druck und will die profitable Kette nicht unter Wert verkaufen.

Grundsätzliches Interesse hatte der Konkurrent Arcandor Börsen-Chart zeigen geäußert, der die Karstadt-Warenhäuser betreibt. Doch schrieb Arcandor im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen Karstadt tiefrote Zahlen. Kaufhof-Chef Lovro Mandac hatte vergangenes Jahr auch eine "Stand-Alone-Lösung" in die Diskussion gebracht. Die Kette sei groß und stark genug, auf eigenen Beinen zu stehen.

Der Vertrag von Kaufhof-Chef Mandac wurde heute bis Ende 2012 verlängert. Mandac leitet seit 1994 die Geschäfte und soll sich weiterhin um die strategische Ausrichtung des Unternehmens kümmern. Sein Vertrag wäre ursprünglich zum Jahresende ausgelaufen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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