Montag, 25. September 2017

Finanzkrise Drei weitere US-Banken pleite

Drei weitere regionale US-Banken sind am Wochenende pleite gegangen. Damit geht die Serie der Zusammenbrüche im Finanzsektor auch im laufenden Jahr ungebremst weiter: 2008 waren in den USA 25 Geschäftsbanken zusammengebrochen. Allein im Januar 2009 waren es sechs Institute.

New York - Zum Wochenende mussten infolge der Finanzkrise drei kleinere Institute in Maryland, Florida und Utah schließen. Die Zahl der Bankenpleiten in den USA stieg damit seit Jahresbeginn auf sechs. In 2008 gab es insgesamt 25 Zusammenbrüche von Geschäftsbanken.

Geschäftsaufgabe: Seit Januar sind sechs weitere US-Banken zusammengebrochen
Die drei Banken hatten insgesamt eine Bilanzsumme von rund 880 Millionen Dollar und Kundengelder von rund 800 Millionen Dollar. Diese seien grundsätzlich abgesichert, teilte die staatliche Einlagensicherung FDIC (Federal Deposit Insurance Corp.) mit.

Für die Suburban Federal Savings Bank in Crofton (Maryland) und die Ocala National Bank in Ocala (Florida) fand die FDIC wie in den meisten bisherigen Fällen jeweils eine andere Bank als Käufer.

Die Suburban Federal Savings Bank hatte eine Bilanzsumme von rund 360 Millionen Dollar, die Ocala National Bank von 224 Millionen Dollar.

Käufer für zwei Banken gefunden

Für die ebenfalls gescheiterte Magnet Bank in Salt Lake City (Utah) mit einer Bilanzsumme von knapp 293 Millionen Dollar habe sich dagegen kein Käufer gefunden. Die FDIC geht aber davon aus, dass über sie die Einlagen aller Kunden ebenfalls abgesichert sind. Mit der Auszahlung der Gelder werde bereits an diesem Montag begonnen.

Der bislang größte Banken-Zusammenbruch der US-Geschichte war Ende September vergangenen Jahres die Pleite der einst führenden US-Sparkasse Washington Mutual Börsen-Chart zeigen. Sie hatte eine Bilanzsumme von mehr als 300 Milliarden Dollar.

Im Jahr 2007 hatte es lediglich drei Pleiten von US-Banken gegeben, in den beiden Jahren zuvor gar keine.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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