Freitag, 21. Juli 2017

US-Konsumflaute Weihnachtsgeschäft entsetzt Händler

Ein ohnehin katastrophales Jahr geht für die US-Einzelhändler mit einem Desaster im Weihnachtsgeschäft zu Ende. Die Umsätze sanken um bis zu 8 Prozent, in manchen Segmenten um ein Drittel. Einen derartigen Rückgang hat das von der Finanzkrise geschüttelte Land noch nie erlebt.

Portland - Das Weihnachtsgeschäft ist in den USA noch nie so schlecht ausgefallen wie diesmal. Der Einzelhandelsumsatz war nach vorläufigen Daten des Kreditkartenunternehmens MasterCard um 5,5 bis 8,0 Prozent niedriger als im vergangenen Jahr.

Große Rabatte: Obwohl die Amerikaner vor Weihnachten in die Geschäfte strömten, brachen die Umsätze ein
Der International Council of Shopping Centers schätzte den Rückgang für die Monate November und Dezember auf 1,5 bis 2,0 Prozent - das schlechteste Ergebnis seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1969. Offenbar sparten viele Verbraucher in den USA angesichts der massiven Wirtschaftskrise und der angekündigten Stellenkürzungen.

Zum Verhängnis wurden den Händler offenbar die massiven Rabatte, die sie im Weihnachtsverkauf gewährten.

Besonders krass fielen die Verkaufsrückgänge im Luxussegment aus. Dort erzielten die Händler den MasterCard-Daten zufolge in diesem Jahr 35 Prozent weniger Umsatz als 2007. Elektronikartikel verzeichneten einen Einbruch von 27 Prozent, Damenbekleidung 23 Prozent. Bei Möbeln betrug der Rückgang 20 Prozent. Sogar das Onlinegeschäft verlief rückläufig. Die Umsätze waren 2 Prozent niedriger als 2007.

Für die Händler ist das Weihnachtsdesaster ein weiterer Rückschlag in einem ohnehin schlechten Jahr. Viele namhafte Ketten wie Circuit City Stores und Linens 'N Things haben bereits Insolvenz angemeldet.

Nun befürchten Branchenexperten, dass schon bald zahlreiche weitere Händler folgen.

manager-magazin.de mit Material von ap

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