Freitag, 16. November 2018

Finanzkrise US-Regierung arbeitet an Rettungsplan

Der Staat soll es richten: Die USA bereiten laut Finanzminister Henry Paulson einen "umfassenden" Rettungsplan für die Finanzkrise vor. Demnach könnte eine Behörde den Banken faule Kredite abnehmen. Vorbild ist die Lösung der Sparkassenkrise vor 20 Jahren. Die Börsen reagieren begeistert.

Washington/Tokio - In Zusammenarbeit mit der US-Zentralbank und dem Kongress arbeitet die US-Regierung an einem umfassenden Rettungsplan für die krisengeschüttelten Banken. Finanzminister Henry Paulson teilte am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mit, dass über einen "Gesamtplan" beraten werde, um die derzeitige Finanzkrise zu überwinden.

"Umfassender Rettungsplan": Finanzminister Paulson (l.), Notenbankchef Bernanke
Vor allem will die US-Regierung die Banken von notleidenden Krediten befreien, um die Turbulenzen an den Börsen zu überwinden. Die Börsen reagierten mit kräftigen Gewinnen. Der Dow-Jones-Index Börsen-Chart zeigen stieg bis Handelsende um 3,5 Prozent und schloss mit 10.985 Punkten. Dem Börsenschluss war ein turbulenter Handelstag vorangegangen.

Die Börse in Tokio Börsen-Chart zeigen verzeichnete am Freitag ein Plus von mehr als 3 Prozent, in Shanghai kletterte der Index um fast 10 Prozent, in Hongkong Börsen-Chart zeigen lagen die Gewinne bei knapp 7 Prozent. Die japanische Zentralbank pumpte weitere drei Billionen Yen (20 Milliarden Euro) in den Markt. In Frankfurt lag der Dax Börsen-Chart zeigen kurz nach Handelsbeginn gut 4 Prozent im Plus über 6100 Punkten.

Zur Überwindung der Finanzkrise würden "alle Optionen" in Betracht gezogen, sagte die Sprecherin des US-Finanzministeriums, Brookly McLaughlin. Dazu zählten Gesetzesmaßnahmen und Regierungsanordnungen. Die Beratungen mit den Vertretern des Kongresses sollten "über das Wochenende" fortgesetzt werden, um einen "Weg nach vorne aufzuzeigen". Im Gefolge der Pleite der US-Bank Lehman Brothers Börsen-Chart zeigen waren die Börsen in den vergangenen Tagen weltweit in schwere Turbulenzen geraten.

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