Sonntag, 25. September 2016

Adidas "China wird zu teuer"

Adidas-Chef Herbert Hainer wird die Produktion von Sportschuhen in China zu teuer. Er sieht Alternativen in Indien und Osteuropa, aber nicht in Deutschland: Ein Adidas-Schuh "made in Germany" würde im Sportgeschäft nach seinen Berechnungen etwa 500 Euro kosten.

Düsseldorf - "In China werden derzeit 50 Prozent unserer Schuhe gefertigt. Das wird prozentual zurückgehen", sagte er in einem am Samstag veröffentlichten Interview der "Wirtschaftswoche". Die von der Regierung festgelegten Löhne würden allmählich zu hoch.

Umzug: Da in China die Löhne steigen, weichen die Adidas-Produzenten nach Laos oder Vietnam aus
Die von Adidas Börsen-Chart zeigen beauftragten Produzenten ließen inzwischen auch in Laos, Vietnam, Kambodscha und in Indien fertigen. "Auch in europäische Schwellenländer, in die GUS-Staaten und Osteuropa, wird Produktion zurückkommen", kündigte Hainer an. Eine Rückkehr zur Produktion in Deutschland hält Hainer für wenig wahrscheinlich: Ein in Deutschland produzierter Sportschuh würde im Laden rund 500 Euro kosten.

Der Konzern will in China 2010 auf einen Milliardenumsatz kommen und sein Ladennetz bis dahin auf 6300 Geschäfte erweitern. Adidas ist einer der größten Sponsoren der Olympischen Spiele in der Hauptstadt Peking im August.

Die Produktionsbedingungen für Textilien in China sind vielfach Gegenstand von Beschwerden internationaler Menschenrechtsorganisationen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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