Mittwoch, 21. November 2018

Finanzmarkt Wer ist wer im Bankenmonopoly

Der Verkauf deutscher Filialbanken geht in die heiße Phase. Die Citibank ist bereits verkauft - an französische Bankgenossen. Ob ein neuer deutscher Bankenriese um Dresdner, Commerz- und Postbank entsteht, hängt vom Geschick der Topmanager ab. manager-magazin.de zeigt, wie die wichtigsten Akteure miteinander verbunden sind.

Hamburg - Die Finanzkrise hat die Rangordnung in der Bankenbranche auf den Kopf gestellt. Das Investmentbanking, das weltweit für Probleme sorgt, ist out. Traditionelles Privatkundengeschäft, das weniger Wachstum aber auch weniger Risiken bringt, wird dagegen zum Hoffnungsträger.

Dr. Frank Appel

Martin Blessing

Paul Achleitner

Dr. Wolfgang Klein

Klaus-Peter Mueller

Dr. Herbert Walter

Paul Wieandt

Dorothee Blessing

Dr. Axel Wieandt

Sogar der deutsche Markt, der wegen der Zersplitterung mit vielen konkurrierenden Filialen und der Dominanz von Sparkassen und Genossenschaftsbanken als besonders margenschwach verschrieen ist, gilt plötzlich als Objekt der Begierde. Die Unternehmensberatung McKinsey zählt Deutschland in einer neuen Studie neben osteuropäischen und arabischen Schwellenländern zu den "next 20 countries", in denen zukünftige globale "Bankgiganten" stark sein werden - Unternehmen, deren Börsenwert schon in acht Jahren heutige Ölkonzerne in den Schatten stellt.

Wenn die Vorhersage stimmt, könnte die Konsolidierung des deutschen Markts in diesem Jahr mit darüber entscheiden, wer zu diesen Giganten der nahen Zukunft gehört. Zwei der größten Filialinstitute stehen gleichzeitig zum Verkauf: die Postbank Börsen-Chart zeigen und die zum Allianz-Konzern Börsen-Chart zeigen gehörende Dresdner Bank. Bei den deutschen Niederlassungen der amerikanischen Citigroup Börsen-Chart zeigen, um die sich auch die Deutsche Bank bewarb, hat der französische Genossenschaftsverband Crédit Mutuel das Rennen gemacht.

Frankfurter Bankenviertel: Wer hat das Zeug zum globalen Giganten?
Die Bundesregierung wünscht sich, dass heimische Konzerne eine führende Rolle beim Entstehen der neuen Giganten spielen. Finanzminister Peer Steinbrück hat mehrfach einen weiteren "nationalen Champion" gefordert. Demnach wäre eine Variante optimal, über die das manager magazin im Mai berichtet hat: Commerzbank und Dresdner Bank übernehmen gemeinsam die Postbank, die Allianz tritt als schützende Großaktionärin in den Hintergrund. Ob die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen nach ihrer Niederlage im Rennen um die Citibank sich wieder stärker Dresdner oder Postbank zuwendet, ist fraglich. Bei diesem Szenario würden einige der wichtigsten deutschen Akteure eine Rolle spielen.

Doch bloß weil der deutsche Markt zum Spielfeld der neuen globalen Riesen wird, müssen diese Riesen nicht unbedingt aus Deutschland kommen. Laut einer neuen Umfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW rechnen die meisten Finanzexperten damit, dass Auslandsbanken über Zukäufe in Deutschland wachsen werden. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sie übernehmen ein fertiges Filialnetz, über das sie ihre oft standardisierten Produkte anbieten können.

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