Samstag, 21. Juli 2018

Siemens/ThyssenKrupp Transrapid-Firma aufgelöst

Nach dem Aus für die Transrapid-Strecke in München lösen Siemens und ThyssenKrupp ihr gemeinsames Unternehmen Transrapid International auf. Das Büro in Berlin wird geschlossen, die Mitarbeiter kehren in die Mutterhäuser zurück. An der Technologie wollen die beiden Konzerne aber festhalten.

Erlangen - Wenige Wochen nach dem Scheitern der geplanten Transrapid-Strecke in München haben ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen und Siemens Börsen-Chart zeigen das Aus für die gemeinsame Vertriebstochter für das Projekt beschlossen.

Gescheitertes Projekt: In München wird es keine Transrapid-Strecke geben
Dies sei auf einer Beiratssitzung in Erlangen beschlossen worden, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag mit.

Angesichts der Reduzierung der Vertriebs- und Planungsaktivitäten solle das in Berlin ansässige Büro des Gemeinschaftsunternehmens mit 38 Mitarbeitern zum 1. Oktober 2008 geschlossen werden. Die von Siemens und ThyssenKrupp entsandten Mitarbeiter sollten wieder in den beiden Unternehmen untergebracht werden. Nach dem Aus der München-Pläne war dieser Schritt bereits erwartet worden.

Trotz der Auflösung des Gemeinschaftsunternehmens sollten die "Kernkompetenzen der Transrapid-Technologie" bei ThyssenKrupp und Siemens erhalten bleiben, hieß es. "Die beiden Unternehmen halten weiterhin an dem System Transrapid fest und führen die Verhandlungen mit interessierten Kunden z.B. in China und den USA weiter."

manager-magazin.de mit Material von dpa

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