Montag, 17. Dezember 2018

Börsen CME übernimmt Nymex

Die Chicagoer Derivatebörse CME hat sich mit dem New Yorker Rohstoffhandelsplatz Nymex auf eine Übernahme geeinigt. Die CME selbst ist erst vor einem Dreivierteljahr aus einer Fusion entstanden.

Chicago - Die führende US-Derivatebörse Chicago Mercantile Exchange (CME) Börsen-Chart zeigen will den weltgrößten Energiehandelsplatz, die New York Mercantile Exchange (Nymex) Börsen-Chart zeigen, für 9,48 Milliarden Dollar (6,15 Milliarden Euro) übernehmen. Beide Seiten hätten einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, teilte die CME am Montag mit. Von der vereinbarten Kaufsumme sollen 3,4 Milliarden Dollar in bar fließen und 6,08 Milliarden Dollar in Form von Aktien. Das Geschäft soll im vierten Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen sein.

Ölhändler auf dem Nymex-Parkett: Ergänzung für die Terminbörse CME
Für die Nymex-Aktionäre errechnet CME nach dem Zusammenschluss einen Anteil von 18,6 Prozent am neuen Unternehmen. Die Führung von CME soll auch nach der Übernahme die Geschäfte führen: Terry Duffy als Direktoriumschef und Craig Donohue als Vorstandsvorsitzender. 12 bis 18 Monate nach dem Abschluss des Geschäfts rechnet die Unternehmensführung mit einem Ertragsplus. Ein Handelssaal in New York soll beibehalten werden. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge hat das Geschäft ein Gesamtvolumen von 9,3 Milliarden Dollar.

Die beiden Unternehmen hatten bereits Ende Januar ihre Fusionsabsicht vermeldet und waren dann in Exklusivverhandlungen getreten. Die Nymex-Aktionäre sollen nach Abschluss der Transaktion rund 18,6 Prozent an der fusionierten Gesellschaft halten.

An der New Yorker Nymex werden Terminkontrakte unter anderem auf Öl, Gas und Gold gehandelt. Die Nymex selbst hat lediglich einen Parketthandel. Für den elektronischen Handel kooperiert sie heute schon mit der CME über deren elektronische Globex-Plattform. Die CME Group war im vergangenen Jahr aus dem Zusammenschluss der beiden Chicagoer US-Terminbörsen CME und Chicago Board of Trade (CBoT) entstanden. Die Megabörse kontrolliert weltweit einen Großteil des Zinstermin- und Optionshandels sowie weite Bereiche des Warenterminhandels.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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