Freitag, 16. November 2018

Davos Auftakt in den Alpen

Das Weltwirtschaftsforum hat am Mittwoch begonnen. Eines der Leitthemen ist die Unruhe an den Börsen. Von Beschwichtigungen bis hin zu Anklagen ist alles zu hören.

Davos - Die Finanzkrise in den USA und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft beherrschen das 38. Weltwirtschaftsforum (WEF), das am Mittwoch in Davos begann.

Es wirkt so verträumt: Doch in Davos wird harte Spitzenpolitik gemacht
Unter dem Motto "Die Kraft gemeinsamer Erneuerung" beraten rund 2.500 Spitzenkräfte aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur fünf Tage lang über die jüngsten globalen Entwicklungen. Bei der offiziellen Eröffnung am späten Nachmittag mit US-Außenministerin Condoleezza Rice und dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai als Hauptrednern sollten aber der Klimawandel und der Terrorismus im Mittelpunkt stehen.

Besonderes Gewicht erhält das Treffen durch die Finanzkrise und die Angst vor einer Rezession in den USA, was schon zu deutlichen Kurseinbrüchen an den internationalen Finanzmärkten geführt hat. WEF-Geschäftsführer Andre Schneider erklärte am Dienstag, eine Rezession und ein großer Kurssturz an den Aktienmärkten hätten viele Auswirkungen auch über die Wirtschaft hinaus. "Wenn wir darüber hier nicht sprechen würden, dann würden wir unsere Arbeit nicht richtig machen", sagte Schneider.

Finanzier George Soros sagte, die gegenwärtige Krise zeige auch "eine bedeutende Verschiebung an Kraft und Einfluss" von den USA hin zu den wachsenden Volkswirtschaften Chinas und Indiens.

Mindestens 26 Staats- oder Regierungschefs werden in Davos erwartet, darunter auch der pakistanische Präsident Pervez Musharraf und der britische Premierminister Gordon Brown. Zu den Gästen aus 88 Ländern gehören aber zum Beispiel auch Microsoft-Mitgründer Bill Gates und der Vorsitzende des UN-Klimarats, Rajendra K. Pachauri.

Polizisten aus der ganzen Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein wollen zusammen mit 5.000 Soldaten sowie zivilen Sicherheitskräften für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgen. Eine Demonstration der Globalisierungskritiker ist für Samstag geplant.

manager-magazin.de mit Material von ap

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