Sonntag, 9. Dezember 2018

Weihnachtspost "Please send Ostpakete"

2. Teil: Im Historischen Museum ausgestellt

Im Historischen Museum ausgestellt

Ostmarke Rotkäppchen-Sekt: Marktführer in Deutschland
Oder Lutz Lange, damals junger Sektunternehmer, heute Chef der Rotkäppchenkellerei - und damit der größten Sektfirma Europas. "Damals wusste ich noch nicht, ob wir mit unserem Geschäft im nördlichsten Weinanbaugebiet der Bundesrepublik überhaupt überleben würden, auch deshalb hatten wir uns an dem Paketversand beteiligt. Das hat unsere Bekanntheit im Westen sicher gesteigert", sagt Lange.

Mittlerweile lässt er jährlich etwa 80 Millionen Flaschen abfüllen, hat mit seinem Rotkäppchensekt einen Marktanteil von rund 22 Prozent in Deutschland und Rotkäppchen wird längst als gesamtdeutsche Marke wahrgenommen, nicht als Ostprodukt.

In diesem Jahr sind zu Weihnachten erneut weit mehr als eine halbe Millionen Ostpakete von den Sachsen-Anhaltinern an Verwandte, Freunde oder Geschäftspartner im Westen geschickt worden, manche sogar bis nach Mexiko oder Japan. Ein Pakt aus der ersten Ostpakete-Sendung vor elf Jahren ist allerdings bis heute nicht an seinem ursprünglichen Bestimmungsort im Westen der Republik angekommen: Es liegt als Ausstellungsstück im Deutschen Historischen Museum in Berlin.

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