Freitag, 16. November 2018

Randstad 3,3 Milliarden Euro für Vedior

Randstad kauft seinen Rivalen Vedior für 3,3 Milliarden Euro. Damit steigt die niederländische Zeitarbeitsfirma zur weltweiten Nummer zwei hinter der schweizerischen Adecco auf. Konkurrent Manpower rutscht ab auf Platz drei.

Hamburg - Laut Randstad Börsen-Chart zeigen kommt das neue Unternehmen auf einen Umsatz von 17,3 Milliarden Euro. Aufsichtsrat und Management von Vedior Börsen-Chart zeigen unterstützten die Offerte, die aus einer Bar- und Aktienkomponente bestehe, teilte Randstad mit.

Umwälzung: Mit der Übernahme des Konkurrenten Vedior steigt Randstad zur weltweiten Nummer zwei auf
Der Konzern erwartet nach eigenen Angaben jährliche Kosteneinsparungen und Steuervorteile von rund 100 Millionen Euro. Die geplante Fusion werde gleich von Anfang an den Gewinn je Aktie verbessern. Allerdings falle eine einmalige Belastung von 60 Millionen Euro an.

Randstad-Chef Ben Noteboom sagte, er rechne nicht mit Schwierigkeiten seitens der zuständigen Kartellbehörden. Der Zusammenschluss solle Anfang 2008 vollzogen werden. In Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Portugal, Polen, Kanada und Indien werde das fusionierte Unternehmen aus Randstad und Vedior zur größten Zeitarbeitsfirma.

Das Gebot für Vedior belaufe sich auf 18,9 Euro je Aktie, was einem Aufschlag von 57,5 Prozent verglichen mit dem Kurs vom vergangenen Donnerstag entspreche, teilte das Unternehmen weiter mit. Am Freitag hatten die zwei Unternehmen bekanntgegeben, Fusionsgespräche zu führen. Die Barkomponente betrage 9,5 Euro je Papier. Randstad wolle zur Finanzierung 57 Millionen neue Dividendentitel ausgeben.

Die Vedior-Aktien legten im Handelsverlauf um 9 Prozent auf 18,55 Euro zu. Die Randstad-Papiere gaben dagegen mehr als 9 Prozent nach. Auf Grund des Kursverfalls sank die Offerte unter die ursprüngliche angepeilten 3,5 Milliarden Euro.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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