Sonntag, 17. Februar 2019

AMB Generali Bis zu 500 Fusionsopfer

Die beiden AMB-Generali-Töchter Generali und Volksfürsorge werden fusioniert - und das kostet zwischen 400 und 500 Arbeitsplätze, teilte das Unternehmen heute mit. Der Standort Hamburg soll allerdings erhalten bleiben.

München/Hamburg - Die Zusammenlegung der AMB-Generali-Töchter Volksfürsorge und Generali Börsen-Chart zeigen wird voraussichtlich rund 400 bis 500 Arbeitsplätze kosten. Das kündigte der Vorstandssprecher des drittgrößten deutschen Erstversicherers, Dietmar Meister, am Freitag in einer Telefonkonferenz an.

Handschlag: Der Schulterschluss von Generali und Volksfürsorge sorgt vermutlich nur bei den Konzernherren für Freude
"Ich glaube, dass diese Zahlen die Schreckensmeldungen etwas relativieren." Der Abbau solle bis 2010 umgesetzt werden, sagte Meister. Auf betriebsbedingte Kündigungen wolle man möglichst verzichten. Die Tochter des italienischen Versicherers Assicurazioni Generali Börsen-Chart zeigen kündigte die Fusion der beiden Töchter am Vortag an. Die neue Sach- und Lebensversicherung unter dem Namen Generali hat ihren Sitz in München. Der Standort Hamburg bleibt erhalten, wie AMB-Generali weiter mitteilte.

Geplante Kosteneinsparungen von 100 Millionen Euro pro Jahr ließen sich nur über Personaleinsparungen erzielen, sagte der bei Verdi in Hamburg für Versicherungen zuständige Bereichsleiter Berthold Bose am Freitag der Deutschen Presse-Agentur DPA. Er rechnet damit, dass wieder mehrere hundert Volksfürsorge-Mitarbeiter ihren Job verlieren. Rund 600 Stellen seien jüngst bei der "Vofü" abgebaut worden, berichtete Bose. In der Hamburger Hauptverwaltung arbeiten laut Verdi noch 2000 Mitarbeiter, im Außendienst (Angestellte) rund 4000.

Verdi kündigte an, dass die "Vofü"-Mitarbeiter am Freitag nach einer Betriebsversammlung von der Hauptverwaltung in die Innenstadt ziehen und sich dort zu einer Kundgebung versammeln. Die Gewerkschaft rechnet mit mehr als 1000 Teilnehmern.

Gleichzeitig hob der Konzern seine Gewinnprognose deutlich an. Der Jahresüberschuss soll von 400 Millionen im laufenden Jahr auf bis zu 550 Millionen Euro im Jahr 2010 steigen. Die AMB Generali Gruppe ist mit 13,4 Milliarden Euro Beitragseinnahmen der drittgrößte Anbieter auf dem deutschen Versicherungsmarkt.

manager-magazin.de mit Material von ap, dpa und reuters

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